Newcomer

Ground

02.10.2009

Stahl wird im Objektdesign vor allem aus technischen oder statischen Gründen verwendet: Holz hat eine wärmere Ausstrahlung, Kunststoffe sind flexibler und Textilien schlichtweg heimeliger als ein Stück Rohstahl. Deswegen werden am kühlen Metall oft kosmetische Maßnahmen vorgenommen, etwa, indem es unter Lackschichten oder in der Konstruktion selbst verborgen wird. Dass das gar nicht nötig ist, fand Michael Antrobus, der gerade seinen Abschluss an der Londoner Kingston Universität gemacht hat. Er ließ sich von den Erzeugnissen der britischen Stahlindustrie zu einer kleinen Produktkollektion fürs Büro inspirieren. Jedes der Objekte ist aus einem standardisierten Flachband mit einer Länge von 18 Inch – was etwas mehr 45 Zentimeter sind – hergestellt. Aus diesem entwickelte er Scheren, ein Abroller für Klebeband oder ein T-förmiges Lineal. Eine einfach gebogene und einmal verdrehte Schlaufe wird zum Griff, die Scherenblätter geschliffen – das war's. Auf eine Oberflächenbehandlung verzichtete Antrobus und lässt stattdessen die Schönheit des rohen Materials in minimalistischer Form für sich sprechen.

Mehr Newcomer

Pipe-Line

Farbe folgt Funktion: Tisch von Peter Otto Vosding.

Powerplace

Immer 100 Prozent: Philipp Hainkes Möbel versorgt Laptop und Co.

DFC

Ergonomisch, dynamisch – und ein Klappstuhl.