Newcomer

Moon Rock

Hocker aus der Zukunft von Studio Furthermore.

23.07.2019

Der Kosmos als Ressource
Am 16. Juli 1969 landeten ein paar Männer auf einem kalten Trabanten – und die ganze Welt schaute zu. Fünfzig Jahre später ist die Faszination für den Mond immer noch ungebrochen, nicht zuletzt weil diese Reise unseren Blick auf die Erde für immer verändert hat. Die gängige Theorie lautet, dass der Mond aus einem Zusammenstoß der Erde mit einem Himmelskörper entstand, weshalb Mondgestein und Erdgestein einander ähneln. Nur die oberste Schicht unterscheidet sich deutlich. Weil der Mond die Erde von Solarwinden, Meteoriten und Weltraumschrott abschirmt, landet all das exotische Kosmosmaterial auf der Mondoberfläche.

Das in London ansässige Studio Furthermore, gegründet von Marina Dragomirova und Iain Howlett, hält lunaren Bergbau deshalb nur für eine Frage der Zeit. Mondgestein könnte eines Tages ähnlich begehrt sein wie Marmor oder Granit. Die Serie Moon Rock ist ihre Hommage an den Mond und ein Blick in die Zukunft. Inspiriert von den geologischen Archiven tatsächlicher Expeditionen hat Studio Furthermore eine Kollektion aus Aluminium gestaltet, die die potentielle Ästhetik von Möbeln aus Mondgestein vorwegnimmt. Die Hocker, Tischchen und Leuchten sind monolithisch, archaisch und gelöchert wie ein Schweizer Käse – ganz wie der Mond. tp

Links

Designer

Studio Furthermore

www.studiofurthermore.com

Mehr Newcomer

Corrugated

Staub als Ressource: Sitzskulpturen von Charlotte Kidger

Halo Collection

Ein chromatisches Spektakel vom chinesischen Label Buzao.

Kodama

Finish mit Flamme: Wohnskulpturen von Base10.

Resin

So schön wie ihr Schatten: Hocker von Laurids Gallée.

Tone

Ein Tisch in Tracht: Acryltische der koreanischen Designerin Sohyun Yun.

3kg Bench

Pflanzen-Immigranten als Ressource.

1.3 collection

Ein Polster aus Knoten von Youngmin Kang.

Airchair

Hängesessel im Hosentaschenformat von Kerstin Pfleger.

Sponge Table

Baustoff Luft: Beisteller von Caleb Knauf.

Bark Back

Eine Bank zum Anfassen von Levi Robb.

Triplex Stool

Eine Form, zwei Materialien, drei Teile: Hocker von Studio Ryte.

Around Object

Der Baumarkt als Inspiration und Ressource.

According to the Grain

Vielauge zum Sitzen: Möbel von Sho Ota.

Circle Set

Eine grafische Möbelinterpretation von Jules Tardy.

Sponge

Die Pflanze als Selbstversorger: Übertopf von Moreno Ratti.

Borders of Assembly

Hauchdünne Stahlmöbel von Paul Coenen.

No 2 Fabric Formula

Erhitzt, fixiert, erstarrt: ungewöhnlich produzierte Hocker von Zhekai Zhang.

Inflatable Leather

Leder statt Vinyl: Aufblasmöbel von Satomi Minoshima.

Grid Bench

Eine doppelte Täuschung von Mario Tsai.

3D knitted furniture

Kein Klebstoff, keine Nägel: Polstermöbel von Floor Skrabanja.

The Morning After

Erinnerung und Emotion: Spiegelserie von Boldizsár Szenteczki.

Trashformers

Vom Müll zum Möbel: Objektskulpturen von Savvas Laz.

Bird Feeder

Farbenfrohe Vogelfutterstationen für die graue Jahreszeit.

Coal: Post-Fuel

Eine Zukunft für ein Material mit viel Vergangenheit.

Sal Chair

Ein archaischer Thron mit einem kulinarischen Geheimnis.

Substantial

Konsequentes Kunststoffrecycling: Gebogene Möbel von Alexander Schul.

Damaki

Strenges Geflecht und organisiertes Kordelchaos.

Hot Collection

Laut und klobig: die faszinierend irisierende Kollektion von Studio Buzao.

Highchair

Ein Kletterturm für Erwachsene von Maike Gebker.

Furnitype

Ein Strich in der Wohnlandschaft: Sitzmöbel von Marta Adamkowska.