Projekte

Stätte des Wissens - Technologiezentrum München

von May-Britt Frank, 12.11.2006

Das Unternehmen Rohde & Schwarz, führend in der Planung, Herstellung und Kalibrierung von High-Tech-Geräten, hat seinen Hauptsitz in München. Allein 4.500 der insgesamt 5.900 Mitarbeiter des weltweit agierenden Technologiekonzerns arbeiten in Deutschland. Friedrich Schwarz, Vorsitzender der Geschäftsführung, erklärt dazu: "Ein entscheidendes Argument für den Standort Deutschland sind unsere gut ausgebildeten und engagierten Mitarbeiter. Diese sind ebenso wichtig für uns wie die Nähe zu den Hochschulen und die verlässlichen Rahmenbedingungen."
Das 35 Millionen Euro teure Technologiezentrum, das auf einem Areal hinter dem Ostbahnhof gelegen ist, weist eine Größe von insgesamt 16.000 qm auf. Im Innern der Anlage befindet sich ein Mix aus Büros und Laboratorien, wobei darauf Wert gelegt wurde, die unterschiedlichen Arbeitsbereiche nicht allzu sehr voneinander abzugrenzen. Die Architekten ABH-Heese aus München verfolgten bei der Konzeption des Unternehmenssitzes daher eine ebenso überzeugende wie intelligente Entwurfsstrategie: die Fünf unabhängigen Gebäudekörper wurden durch ein großzügiges Atrium im Zentrum miteinander vereint. Dessen filigrane Dachkonstruktion ermöglicht eine freie Verbindung zum Himmel und schafft damit ein angenehmes Umfeld im Inneren für die Mitarbeiter, das sowohl die Kreativität als auch den Austausch untereinander stimuliert. Im Erdgeschossbereich des Atriums sind die öffentlichsten Bereiche des Technologiezentrums untergebracht: eine Cafeteria sowie Ausstellungs- und Konferenzräume. Das Raumklima wird über ein komplexes System der Grundwassernutzung gesteuert, das im Sommer den Luftraum abkühlt und im Winter angenehme Wärme abstrahlt. Damit behält der Freiraum ganzjährig eine angenehme Aufenthaltstemperatur.
Als wichtiges Zentrum des Unternehmens bildet das Atrium schließlich auch den Knotenpunkt für die horizontalen und vertikalen Erschließungswege der Anlage. Zur besseren Orientierung im Gebäudekomplex wurden dafür sowohl wichtige Sichtachsen freigehalten, als auch auf die Verwendung eines besonderen Bodenbelages zurückgegriffen der das Wegeleitsystem subtil unterstützt: die zwei verschiedenfarbigen Platten „Ardesia Nera“ und „Ardesia Cinza“ des italienischen Herstellers IRIS Fmg. Diese wurden in einer besonderen Verlegetechnik eingebracht und verschaffen dem Raum eine außergewöhnliche Ausstrahlung. Auch in den Büros, die über fünf Etagen verteilt sind wurde der Boden eingebracht.
Links

Projketarchitekten

ASB-Heese

www.abh-heese.de

Bodenfliesen

IRIS-Fmg

www.irisfmg.com

Mehr Projekte

Das Büro als Boudoir

Agenturräume in London von Daytrip

Spielerisches Experimentierfeld

Variabler Co-Working-Space von LXSY Architekten in Berlin

New Work als Raumkonzept

Transparentes Office von Ply Atelier in Hamburg

Bunter Brutalismus

Büroausbau von Artem Trigubchak und Lera Brumina

Funktionale Grenzgänger

Der Co-Working-Space von brandherm + krumrey in Berlin setzt auf Gemütlichkeit

Büro zum Wohnen

Die Räume des Architekturbüros SJB in Sydney gleichen einer Wohnung

Abgetaucht

Coworking in Warschau von Beza Project

Gemeinsam lernen

Designerin Sarit Shani Hay entwirft die erste öffentliche Integrationsschule in Tel Aviv

Arbeiten im Aggregatzustand

Waterfrom bringt Industriegeschichte in Zylinderform

Helden des Homeoffice

Coperni und USM zeigen eine Ausstellung über die Heimarbeit

Meister der Zeit

Die Geschäftsräume der Uhrenmanufaktur Montres Valgine, umgesetzt von Girsberger

Im Raster

Hochschulbibliothek im Stil des White Cube von Andreas Schüring

Kreative unter Palmen

Ein Inkubator in Barcelona von Arquitectura-G

Kreative Symbiose

Workspace in Stuttgart von Studio Komo

Büro mit Humor in Kiew

Die Kreativagentur Banda setzt auf eine Architektur mit Augenzwinkern

Co-Working im Container

Die Architekten von Toop entwickelten ein Konzept für Minibüros im Schiffscontainer

Dallmer wächst

Erweiterungsbau für das Familienunternehmen Dallmer in Arnsberg

Kunst und Spionage

Einen irren Streifzug durch die Geschichte bietet die Villa Heike in Berlin

Sakraler Minimalismus

Ein strenges Büro-Interieur in Kiew von Studio Sivak

Eine kleine Revolution

Kinderklinik in der Ukraine von Ater Architects

Punktgenau

Installation in London im Memphis-Stil von Camille Walala

Räumliche Erzählkunst

Kinzo Architekten gestalten die Innenräume des Suhrkamp Verlags in Berlin

Büro zum Anfassen

Studio Halleröd gestaltet schwedisches Interieur

Radikale Transparenz

TPG Architecture und Wilkhahn im Three World Trade Center

Rotierende Klassenzimmer

Fortschrittliches Schulgebäude in Norwegen von PPAG Architects

Hort in Holz

Schulerweiterung von MONO Architekten in Berlin

Lernlandschaften

ZMIK entwirft Basler Grundschule mit Rückzugsmöglichkeiten

Beton rosé und Maschendraht

Eine Turiner Schule von BDR bureau

Campus mit Catwalk

Kinzo richtet Berliner Headquarter von Zalando ein

Design what matters

Büroräume in München vom Architekturbüro VON M