Projekte

Ufficio Macchiato

Das mediterrane Büro einer Münchner Gastro-Kette von Axel Frey

30.05.2016

Hinter systemgastronomischen Konzepten steckt Strategie und Arbeit. Und die braucht ein Zuhause. Die Franchisekette L’Osteria besitzt in München ein Büro, das sich auch nach Zuhause anfühlt. Mit ergonomischen Wilkhahn-Möbeln und warmen Farbnuancen vollführt es einen gekonnten Spagat zwischen dynamischer Arbeitslandschaft und freundlicher Wohnwelt.

Die Basiszutat eines jeden italienischen Gerichts ist Mammas Amore, die mediterrane Landschaft lebt von der Sonne, und überhaupt ist alles Gelato, Pasta, Dolce Vita. Dafür lieben wir Italien. Das gastronomisches Konzept der Restaurants von L’Osteria verbindet modern-rustikales Flair mit authentischer Küche und lädt zum kulinarischen Kurzurlaub ein. 50 Standorte hat das Franchise-Unternehmen in Deutschland und jetzt auch eine passende Dependance in München. Diese erinnert stilistisch mehr an ein Boutiquehotel denn an ein Großraumbüro. Mit gemütlicher Lounge-Atmosphäre soll das Interieur inspirierend auf die Mitarbeiter wirken und ein aufgeräumter Grundriss nebst ergonomischen Möbeln gezielt die Konzentration fördern.

Möbel in Bewegung
Entworfen wurde die neue Verwaltung vom Innenarchitekten Axel Frey. Erdtöne und warme Farben verweisen auf den mediterranen Hintergrund der Restaurants, weiche Materialien und Blumenbouquets bringen Gemütlichkeit und Frische. Bei der Ausstattung der Arbeitsplätze sorgen Möbel von Wilkhahn für ein Arbeitsumfeld, das sich auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter einstellt. Dazu gehören die bewegungsdynamischen Arbeitsstühle On, die Falttische Confair und die schlanken Konferenz-Freischwinger Sito. Jedes Möbel bringt Flexibilität mit – für die Bewegung der Mitarbeiter, beim Transport durch den Raum oder durch situative Anpassungsfähigkeit.

Schluckende Grenzen
Damit die Räume auch so leise sind, wie sie wirken, wurden in die moderne Architektur mit ihren harten Oberflächen schallschluckende Details integriert. Offenporige Materialien dämpfen die Kollegengeräusche, und zusätzliche Akustikpaneele, Vorhänge und Segel reduzieren, was vom Lärm noch übrigbleibt. Die Abschirmung erfüllt dabei eine doppelte Funktion, wenn sie die Mitarbeiter auch visuell voneinander trennt und das Lichtkonzept als Reflektor oder Filter unterstützt. Zwischen gegenüberliegend platzierten Schreibtischen sind mit Filz bezogene Borde montiert, die im Sitzen Sichtgrenzen bilden und stehend überblickt werden können.

Alles Latte
Das Büro erstreckt sich über zwei Ebenen. Die obere Etage ist transparent strukturiert. Die Räume sind nur durch Glasscheiben vom Flur getrennt und geben den Blick auf die in Zweier-, Dreier- oder Vierergruppen angelegten Arbeitsplätze frei. Das Erdgeschoss ist Gemeinschaftsfläche. Sie bietet einen Vortragssaal, Serviceräume und Küche, aber auch zusätzlichen Arbeitsraum. Wie ein Showroom ist der Grundriss weitgehend offen angelegt und wird von klaren Linien und Raumkanten definiert. Die architektonische Strenge nivellieren historische und traditionelle Elemente, wie antike Flügeltüren aus Holz oder ornamentale Wanddekorationen. Die eingesetzte Farbskala aus erdigen Tönen wie dem dunklen Eichenholzparkett und hellen Akzenten beschreiben die Planer als „Latte Macchiato“. Mit dieser Referenz holen sie die familiäre Atmosphäre der Restaurants auch ins Büro – und schaffen ein Büro, das die Identität seiner Marke spiegelt.

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