GEMA lebt vom Zusammenspiel aus Form und Material: Wie die Kappe einer Eichel sitzt ein runder, opaker Schirm auf einem bauchigen Glaskörper, der die Umgebung gleichmäßig erhellt. Die 2023 erstmals von ZEITRAUM vorgestellte Hängeleuchte der Designer*innen Laura Gämmerler und Pedro Sottomayor wurde nun behutsam weiterentwickelt, wobei Material, Oberflächenstruktur und Produktionsweise neu definiert wurden.
Von Keramik zu Porzellan
Ursprünglich aus Keramik gefertigt – in Anlehnung an das traditionelle Handwerk Portugals, wo die beiden Designer*innen leben – wird der Leuchtenschirm ab 2026 aus Porzellan hergestellt. Das Material wird bei höheren Temperaturen dichter gebrannt als Keramik, was eine feinere Oberflächenanmutung und zugleich größere Beständigkeit ermöglicht. Mit der Umstellung verlagert ZEITRAUM auch die Produktion: Die Schirme entstehen nun in einer spezialisierten Manufaktur in Oberfranken.
Homogene Materialität durch Engobe
Die Oberfläche der neuen Version ist mit Engobe veredelt – eine Technik, die bereits bei der Vorgängerversion zum Einsatz kam. Dabei wird Porzellanmasse stark mit Wasser verdünnt, mit Farbpigmenten versetzt und auf den Rohling aufgetragen. Da sowohl der Schirm als auch seine farbige Oberfläche aus demselben Material bestehen, entsteht eine einheitliche, stoffliche Wirkung. Das Ergebnis ist eine matte, fein raue Haptik.
Glaskörper als Herzstück
Das Herzstück der Leuchte bildet der im Veneto traditionell mundgeblasene Glaskörper. Das weiß eingefärbte Glas fungiert als Diffusor, der das Leuchtmittel vollständig verbirgt und die Umgebung in sanftes, blendfreies Licht taucht. GEMA ist in drei Größen – S, M und L – sowie in den Farbtönen sand, pale rose und coal erhältlich. Die kompakten Varianten setzen als Solitäre oder in Clustern dezente Akzente, während sich die großformatige Ausführung ideal für die zonierte Beleuchtung von Esstischen oder Besprechungsinseln eignet. So verbindet GEMA handwerkliche Präzision mit einer klaren, materialbetonten Ästhetik und schlägt mühelos die Brücke zwischen einem wohnlichen Ambiente und den funktionalen Anforderungen im Contract-Segment.
Pedro Sottomayor
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