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Dinah

15.11.2012

Ein Gestalter, der viel zu früh verstorben ist, ist der Japaner Shiro Kuramata. Berühmt wurde der 1953 in Tokio geborene Architekt, Innenarchitekt und Designer mit einer Serie von Schränken, die er 1970 bis 1977 unter dem Titel Progetti Computi entwickelte und eine betont spielerische Komponente in die sonst so störrischen Kastenmöbel brachte. Mal stehen seine Schränke aufrecht wie Totems, mal scheinen sie in wogenden Kurven im Raum zu tanzen. Ihre Proportionen sind ins Extreme verzerrt.

So wirkt der 1970 entworfene Schrank Dinah von vorne fast lächerlich schmal, als würden gerade einmal CDs in ihn hineinpassen. Doch die 18 Schubladen aus lackiertem Holz sind enorm tief. Zu tief, um die Fächer über Augenhöhe einzusehen. Doch worum es Kuramata ging, der bis zu seinem Tod 1991 über 300 Bars und Restaurants ausgestattet hatte, war die zeichenhafte Wirkung seiner Arbeit. Denn die Schubladen lassen sich in beide Richtungen aus dem mattschwarz lackierten Korpus herausziehen und machen das Möbel so zu einer wandelbaren Skulptur. 2012 wurde die Neuauflage des Klassikers, der sich auch in der ständigen Sammlung des MoMA befindet, von Cappellini wieder in Produktion genommen. nk

Ab 24. November 2012 ist im Design-Museum Gent eine Ausstellung von Kuramatas Möbeln und Objekten zu sehen.
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Kuramata, Shiro

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