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Verglas

Doppelt hält besser: ein zweifach durchkomponierter Glastisch von Piero Lissoni. 

19.02.2014

Wenn es um Proportionen geht, macht Piero Lissoni keiner so schnell etwas vor. Der Tisch Verglas, den der Mailänder Gestalter für Glas Italia entworfen hat, wirkt filigran und kraftvoll-streng zugleich. Die Verbindung dieser beiden Gegensätze erzielt eine Konstruktion aus komplex verklebten Glasflächen: Die 2,5 oder drei Meter lange Tischplatte wurde mitsamt der T-fömigen Gestelle gedoppelt – wenngleich auf überaus raffinierte Weise. Anstatt der Statik durch zweifach übereinander liegende Wandstärken mehr Gehalt zu verleihen, hat Lissoni vielmehr auf der Ebene der menschlichen Wahrnehmung gespielt. Noch immer befällt einige Zeitgenossen leichtes Unbehagen, ein Glas Wein auf einer einfachen Glasfläche abzustellen und sie so ins scheinbare Nichts hinabzustürzen. Die auf Abstand gehaltene Doppelung der Glasplatten wirkt dagegen wie ein Fallschirm für die Sinne. Der Tisch erhält Struktur und Kraft, ohne seine visuelle Leichtigkeit zu verlieren. Dass dieser Balanceakt auch noch mit größter Selbstverständlichkeit serviert wird, muss Piero Lissoni erst einmal jemand nachmachen. nk

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Piero Lissoni

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