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April

13.08.2012

Möbel sind wie Kinder. Sie brauchen einen Namen. Dass der Blick in den Kalender dabei weit mehr als eine Notlösung sein kann, zeigt der finnische Möbelhersteller Nikari Oy. Dieser hatte Anfang 2012 tatsächlich alle Hände voll zu tun, als er plötzlich Zwölflinge zur Welt brachte und jedem Kind den Namen eines Monats gab. Der Grund für diesen geburtenschweren Jahrgang kommt aus Kanada, genauer sagt aus Montreal. Dort sitzt die 1957 gegründete Non-Profit-Organisation International Council of Societies of Industrial Design, die nach Turin (2008) und Seoul (2010) 2012 Helsinki zur World Design Capital kürte. Im beschaulichen Örtchen Fiskars, wo neben dem gleichnamigen Werkzeughersteller auch Nikari Oy seinen Sitz hat, wollte man sich daraufhin nicht lumpen lassen. Zwölf Produkte sollten her, die von internationalen Designbüros entworfen wurden, darunter Martí Guixé, Louise Campbell oder Jasper Morrison.

Auch ohne die Klassiker von Aalto bis Wegner zu zitieren, gelang Alfredo Häberli mit seiner Tischserie April ein eigenständiger Zugang zur skandinavischen Moderne. Die aus massiven Eichen-, Esche oder Birkenholz gefertigten Möbel verfügen jeweils über einen massiven Sockel mit sanft abgerundeten Ecken, über dem eine dünne Tischplatte hinaus ragt. Auch sie vermeidet harte Kanten, ohne in Beliebigkeit zu versinken. Um die natürliche Materialität des Holzes zu erhalten und dennoch einen Schutz gegen Verschmutzungen zu bieten, wurden die Oberflächen lediglich geölt. Erhältlich ist April in drei Höhen und einer Auswahl an unterschiedlich dimensionierten Tischplatten – die jedoch alle auf denselben Namen hören. nk

Weitere Beiträge zum Thema Helsinki und finnischem Design finden Sie in unserem Special.

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