Kern
Tischfamilie aus Marmorabfällen von Monica Förster für Fogia
Hersteller:
Fogia
Designer: Monica Förster
Resteverwertung ist immer gut – besonders bei hochwertigem Ausgangsmaterial. Was bleibt übrig, wenn man Marmor verarbeitet? Bruchstücke, Staub, vermeintlicher Schutt. Genau daraus entsteht Kern, eine Tischfamilie, die Monica Förster für den schwedischen Möbelhersteller Fogia entworfen hat. Die Kern-Kollektion setzt sich aus zwei Produkten zusammen: Coffee Table und Side Table. Ins Auge fallen sie aufgrund ihrer skulpturalen Form. Bei jedem Möbel sind eine oder mehrere Ecken abgebrochen. Damit, so die Designerin, wird die schwere, fast brutalistische Form aufgeweicht.
Aus Bruch wird Form
Die Möbel lassen sich in Höhe, Format und Kombination variieren. Ihre asymmetrischen Konturen, das gebrochene Volumen und die markante Materialität erzeugen eine physische Präsenz, die sich für den Innen- und Außenbereich bestens eignet. Die Idee entstand aus dem Material. Monica Förster erkannte das Potenzial einer Musterplatte mit abgebrochenen Ecken und machte diesen Zufall zum Prinzip. Jede Ecke wird per Hand gebrochen, kein Tisch ist identisch. Daraus ergibt sich eine Serie, die wie eine Reihe von Einzelstücken wirkt.
Ein Werkstoff für das gute Gewissen
Das neuartige Material, aus dem die Kollektion gefertigt wird, heißt OUTT. Es besteht zu 85 Prozent aus Marmorabfällen, ergänzt durch Marmorstaub und Zement. Die Oberfläche bleibt bewusst unregelmäßig. Statt Glanz gibt es Struktur. Statt Dekor wirkt die Massivität. Das Ergebnis erscheint rau, erdig, eigenständig. Fogia ist die erste Marke, die OUTT für Möbel nutzt. Die Produktion erfolgt in Italien, auf Grundlage eines patentierten Verfahrens, das an die Terrazzoherstellung anknüpft. sr
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