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Domus

06.02.2012

Die Aufgabe klang knifflig und war dennoch leicht zu lösen: Ein Möbel, das in öffentlichen Gebäuden wie den eigenen vier Wänden gleichermaßen eine gute Figur macht, hatte der finnische Designer Ilmari Tapiovaara (1914-1999) im Sinn. Als er 1946 den Auftrag bekam, das Studentenwohnheim Domus Academica in Helsinki zu möblieren, entwickelte er einen universalen Stuhl. Dieser sollte als robustes Arbeitsmöbel leicht zu stapeln sein und dennoch einen wohnlichen Charakter versprühen, um in den Unterkünften der Studenten zum Einsatz zu kommen.

Scharfe Kanten und spitze Winkel waren für Tapiovaara zeitlebens kein Thema und so versah er auch den Domus-Stuhl mit sanft abgerundeten Ecken sowie einer dem Rücken schmeichelnden, gewölbten Rückenlehne. Wurde diese zusammen mit der Sitzfläche aus formgepressten Birkensperrholz hergestellt, kam für die Beine ausschließlich Massivholz zum Einsatz. Ein markantes Detail zeigt sich an der Rückseite des Stuhls: Die Hinterbeine verlängern sich nicht nur hinauf bis zu den Armlehnen, sondern halten die Rückenlehne beidseitig wie eine Klammer. Ergänzt wird der Domus-Stuhl um einen passenden Loungesessel, dessen voluminöse Lehne mit den leicht nach vorn gewölbten Ecken eine gewisse Ähnlichkeit mit Dumbo, dem Elefanten, nicht leugnen kann. Wie der wohl hinauf in den hohen Norden kam? nk

Unser Special zur imm cologne 2012 finden Sie hier.
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Tapiovaara, Ilmari

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