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Mistral

12.12.2012

Wenn Bořek Šípek mit Glas arbeitet, ist er in seiner Welt. Der tschechische Architekt und Designer hat das Material von klein auf kennengerlernt, indem er seinem Stiefvater, dem böhmischen Glaskünstler René Roubiček, über die Schulter schaute. „Dennoch wollte ich nie Glaskünstler werden. Mit nur einem einzelnen Material zu arbeiten, ist eine Begrenzung, die deine Arbeit immer negativ beeinflussen kann. Man muss für alles offen sein. Dennoch ist Glas in meinem Leben sehr wichtig als eine Form der Entspannung“, erzählt der 1949 geborene Gestalter, der in den achtziger Jahren seine ersten Erfolge feierte und mit der Einrichtung der Pariser Lagerfeld Boutique weltweit für Aufsehen sorgte.

Geradezu leichtfüßig zeigt sich der Tisch Mistral, den Šípek 2012 für das Mailänder Möbellabel Sawaya & Moroni entwarf. Fünf Beine, die sich von tellerartigen Ablagen zu gefährlich spitzen Absätzen verjüngen, ließ er zu einer dreidimensionalen Collage miteinander verschmelzen. Trotz seiner Stabilität, die selbst auf schwergewichtige Fotobände vorbereitet ist, wirkt das Möbel ungemein fragil. Es scheint beinahe auseinander zu fallen, als würde tatsächlich ein kräftiger Mistral-Wind durch das Wohnzimmer jagen und der von böhmischen Glasbläsern gefertigten Arbeit den Garaus machen. Ergänzend zum Tisch hat Bořek Šípek das Centerpiece Joy gestaltet, das in der Mitte der gedeckten Tafel zum Blickfang wird. Anders als der durchgehend transparente Tisch verfügt Joy über fünf Beine in kräftigen Farben. nk
Information

Sipek, Borek

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