Newcomer

Focus

11.12.2012

Die Zeit spielt in unserem straff getakteten Alltag eine wichtige Rolle. Der ICE fährt um 19:48 Uhr, das Telefonat dauert 12 Minuten und wenn wir uns um fünf nach halb verabreden, werden wir spätestens in der achtunddreißigsten Minute ungeduldig. Uhren hingegen verschwinden von unseren Armgelenken und aus unseren Wohnzimmern, sie sind ihrer physischen Erscheinung enthoben und heute nicht mehr als ein paar Zahlen auf einem Smart Phone. Und das ist schade. Denn eigentlich bräuchten wir wohl mehr Uhren, wie die von Gregor Korolewicz, die aus einem dicken Eichenholzblock gedrechselt wurde. In dem entstandenen Trichter wandern die Zeiger entlang der Schräge. Weil allerdings auf Minutenstriche verzichtet wurde, lässt sich 19:48 Uhr nur erahnen. Und damit leistet eine solche Standuhr ihren Beitrag zur Entschleunigung, denn um pünktlich irgendwo anzukommen sollte man lieber ein paar Minuten eher starten. tp

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