Newcomer

Aunt Benny

01.06.2011

Die wirklichen Perlen findet man nicht auf Berlins Simon-Dach-Straße, nicht auf der Schönhauser Allee und auch auf der Oranienburger Straße müsste man wohl lange suchen. Eigentlich sollte man jedes gefundene Kleinod besser für sich behalten, doch in unserer Berlin-Woche teilen wir eines: Das Café Aunt Benny liegt zwar im Trendbezirk Friedrichshain, doch genau in dem immer ruhig gebliebenen Areal zwischen Frankfurter Alle und Boxhagener Straße. Eröffnet wurde es von dem Geschwisterpaar Kyla und Alexander Boyle, die eigentlich Mode und Interieurdesigner sind. Die berufliche Herkunft der Betreiber sieht man dann auch dem Ambiente an, das es schafft, gleichsam modern, wie auch gemütlich zu sein. Dänisches Design der 1960er, Holzstühle wie aus den Klassenzimmern unserer Jugend, dazu ein monumentaler Holztisch, an dem mit Freunden oder bisher Fremden kommunikativ getafelt werden kann. Auch er kommt übrigens aus der Hauptstadt und ist von Katja Buchholz gestaltet, die aus alten Bohlen neue Tische mit Geschichte fertigt. Hier sitzend kann man auf das Treiben am Traveplatz blicken – oder einen Blick in die Zeitschriftenberge werfen, die, dem Interesse von Kyla und Alexander Boyle entsprechend, ebenso gut sortiert sind wie die Design- und Modeabteilung eines Bahnhofskiosks.

Café Aunt Benny
Oderstr. 7
10247 Berlin
www.auntbenny.com

Katja Buchholz
www.buchholzberlin.com

Mehr Beiträge zu unserem Schwerpunkt Berlin lesen Sie hier.

Mehr Newcomer

Corrugated

Staub als Ressource: Sitzskulpturen von Charlotte Kidger

Halo Collection

Ein chromatisches Spektakel vom chinesischen Label Buzao.

Kodama

Finish mit Flamme: Wohnskulpturen von Base10.