Kraft der Maserung
Naturstein zwischen Ausdruck und Atmosphäre
Naturstein gehört zu den konstanten Materialien im Bad – nicht nur wegen seiner Widerstandsfähigkeit, sondern auch wegen seiner besonderen Ausstrahlung. Anhand ausgewählter Projekte verschiedener Büros wird sichtbar, wie Marmor und andere Steine mit Farbe, Maserung und Materialkontrasten ganze Raumstimmungen prägen.
Naturstein – insbesondere Marmor – eröffnet im Badezimmer einen außergewöhnlich großen gestalterischen Spielraum. Seine natürliche Farbigkeit reicht von ruhigen, homogenen Grau- und Schwarztönen bis zu stark geäderten, kontrastreichen Oberflächen in Blau, Grün, Gelb, Rot oder Rosa. Dass das Material derzeit so präsent ist, liegt nicht nur an seiner besonderen Ausstrahlung und dem Wunsch nach langlebigen, authentischen Oberflächen, sondern auch an Weiterentwicklungen in Zuschnitt und Verarbeitung. Präzisere Fertigung und digitale Planungsprozesse erweitern die gestalterischen Möglichkeiten deutlich. Entsprechend vielseitig lässt sich Naturstein einsetzen: als monolithische Fläche innerhalb einer klaren Farbwelt oder im bewussten Zusammenspiel mehrerer Steinsorten.
Farbigkeit, Kontrast und Kontinuität
Die Lust an kräftigen Farben zeigt sich in aktuellen Projekten besonders deutlich. In Sintra wandelte Arquitectura-G ein ehemaliges Weingut in eine minimalistische Residenz um – mit einer klaren Farbbindung: blau. Auch im Bad setzten die Gestalter*innen diesen Ansatz konsequent um, indem sie den Marmor Azul do Macaúbas für Einbauten und Ausstattungselemente verwendeten. Trennwände, Türen, Decken, Badewanne und Waschbecken sind aus einem Block herausgearbeitet und wirken dadurch wie aus einem Guss.
Im Villeninterior Darling Point von Flack Studio hingegen wird mit Kontrasten gearbeitet: Helle rosafarbene und dunkle, nahezu schwarze, Marmorsorten treffen aufeinander und werden durch schwarz-weiß gestreifte Mosaikflächen ergänzt. Deren klare Geradlinigkeit bildet ein bewusstes Gegengewicht zur lebhaften Aderung des Natursteins.
Wie gut sich Marmor mit anderen Materialien kombinieren lässt, zeigt das Umbauprojekt CM G1 von Ome Dezin in Los Angeles. Dort trifft Naturstein auf hochwertige Holzeinbauten. Die warmen, weichen Holzoberflächen kontrastieren mit der kühlen Härte des dunkelgrünen Steins. Sie binden das Badezimmer in das übergreifende Materialkonzept dieses Mid-Century-Anwesens aus den 1960er-Jahren ein.
Auch Naturstein folgt dem Trend zu fließenden, plastischen Formen. Im Bad des Belgravia Townhouse von Child Studio dominiert dunkelgrüner Stein am Boden, an Wänden und Einbauten. Wanne und Waschtisch scheinen unmittelbar aus dem Boden herauszuwachsen, da gerundete Kanten und weich ausgebildete Übergänge den massiven Werkstoff überraschend leicht wirken lassen. Naturstein wird in diesem Fall nicht nur als Oberfläche verstanden, sondern als ein formbares, beinahe organisch wirkendes Material.
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