Kunststoffabfall, der sich nicht versteckt
Der WiChair von Wilkhahn macht Rezyklat zum Gestaltungsclou
Partner: Wilkhahn
Sprenkel in Sitz und Rücken verraten, woher das Material kommt: Die neuen Schalen des „WiChair“ bestehen aus Polypropylen mit überwiegend recyceltem Post-Consumer-Material. Getragen werden sie von einer Stahlschwinge und können bei GREENTERIOR am 18. und 19. November 2026 in Berlin live getestet werden.
Wenn Kunststoffabfälle zu einem neuen Produkt werden, müssen sie optisch nicht verschwinden. Die neue Variante des WiChair macht sichtbar, woher ihr Material kommt: In den Sitz- und Rückenschalen mit Post-Consumer-Polypropylen – kurz PCR-PP – zeichnen sich charakteristische Sprenkel ab. Sie entstehen durch das eingesetzte Rezyklat und verleihen der Oberfläche ihre eigene Struktur. So wird die Herkunft des Materials selbst zum gestalterischen Merkmal.
Post-Consumer-Polypropylen stammt aus Kunststoffabfällen von Endverbraucher*innen. Nach der Sammlung, Sortierung und Reinigung wird das Material zunächst zu Granulat verarbeitet und dann erneut für die Herstellung von Produkten eingesetzt. Die neuen Schalen in Schwarz und Grau bestehen überwiegend aus recyceltem Post-Consumer-Polypropylen. Das Material ist leicht, widerstandsfähig und pflegeleicht.
Schwinge statt Mechanik
Mit der neuen Schale verändert sich die Materialität, nicht aber die grundlegende Konstruktion des Drehstuhls. Bekannt wurde der WiChair mit einer Sitz- und Rückenschale aus FSC-zertifiziertem Formholz. Auch bei der neuen Variante bleibt das zentrale Element erhalten: Eine Stahlschwinge verbindet Sitz und Rücken und übernimmt die Funktion, für die andere Bürostühle komplexe Mechaniken benötigen. Sie ermöglicht dreidimensionales Bewegungssitzen und gibt dem Körper Spielraum in verschiedene Richtungen. So kommt der WiChair mit vergleichsweise wenigen Bauteilen aus.
Reparierbar und nachrüstbar
Wilkhahn verbindet die Komponenten mit lösbaren Schrauben. Dadurch lassen sich einzelne Bauteile unabhängig voneinander austauschen und bei Bedarf reparieren. Auch die Sitz- und Rückenschalen können umgerüstet werden. Die abnehmbaren Polster erleichtern zudem die Reinigung und lassen sich auswechseln, wenn sich die Anforderungen an den Stuhl verändern. Damit passt der Stuhl zu einem Möbelkonzept, das nicht nur ihre Lebensdauer, sondern auch ihre Anpassungsfähigkeit berücksichtigt. Der WiChair muss in seiner Konfiguration nicht von Anfang an festgelegt sein: Komponenten lassen sich nach Belieben austauschen und mit der Zeit nachrüsten.
Ein Stuhl, viele Möglichkeiten
Bei der Ausstattung bleibt der WiChair also flexibel. Für die PCR-PP-Variante stehen Sitz und Rücken aus Kunststoff ebenso zur Auswahl wie ein vollumpolsterter Sitz. Das nachrüstbare Sitz- und Rückenpolster Slim ergänzt die Konfigurationen. Armauflagen mit Eichenfurnier – natur lackiert, weiß gebeizt oder schwarz lackiert – wirken besonders wohnlich. Als Untergestell steht ein Fußkreuz auf Gleitern zur Verfügung. Der Stuhl trägt das GS-Zeichen und erfüllt die Standards ANSI/BIFMA und JIS. Die neue Schale fügt sich damit in das Prinzip des WiChair ein: wenige Komponenten, lösbare Verbindungen, austauschbare Teile. So kommt nicht einfach ein weiteres Material hinzu, sondern die sichtbare Spur seines vorherigen Lebens.
--> GREENTERIOR 2026: Wilkhahn präsentiert den WiChair am 18. und 19. November 2026 bei GREENTERIOR, dem Interior-Format von BauNetz id im Rahmen des Klimafestivals für die Bauwende in der STATION Berlin.
Wilkhahn
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