Schwarz dank Pflanzenkohle
Vepa erweitert seine Hanfstuhl-Familie um die Serie Hemp Carbon
Partner: Vepa the furniture factory
Stühle aus Hanf sind meist karamellbraun. Für Hemp Carbon mischt Vepa dem Komposit aus Hanffasern und Bioharz Pflanzenkohle aus recyceltem Holz bei. Die anthrazitfarbene Sitzschale braucht keinen Lack. Zu sehen ist die Serie bei GREENTERIOR am 18. und 19. November in der Station Berlin.
Der niederländische Hersteller Vepa ergänzt seine Hemp-Kollektion um eine dunkle Variante. Grundlage ist ein Bioharz, dem Hanffasern und Pflanzenkohle aus recyceltem Holz beigemischt werden. Die Kohle färbt den Werkstoff vollständig durch, eine abschließende Behandlung mit Leinöl vertieft den Farbton. Entwickelt wurde das Komposit gemeinsam mit Vepas Kooperationspartner Plantics, der sich auf biobasierte Materialien spezialisiert hat. „Ein neues Material darf nicht weniger hochwertig wirken als ein vergleichbares Material oder Produkt. Es muss eigentlich besser aussehen“, sagt Gertjan de Kam, Head of Design & Development bei Vepa. „Unser gemeinsames Ziel war es, einen Werkstoff mit einer eigenen Qualität zu entwickeln.“
Ästhetik in Anthrazit
Der dunkle Farbton entsteht aus dem Material heraus und setzt sich von der typischen braun-beigen Anmutung vieler Naturmaterialien ab. Leichte Unterschiede in der Oberflächenbeschaffenheit bleiben sichtbar. „Die Herausforderung bestand für uns darin, nicht nur die Oberfläche mit dem schwarzen Material zu bedecken, sondern möglichst viel davon in das Material zu integrieren“, erklärt Kwinten Snijders Blok, Business Development Manager bei Plantics. „Denn damit entwickelt man einen vollständig neuen biobasierten Verbundwerkstoff, statt lediglich die Oberfläche zu verändern.“ Der Vergleich mit einem lackierten Sitz greife deshalb zu kurz.
Viele Varianten
Die dunkle Sitzschale lässt sich mit unterschiedlichen Farbtönen und Materialien kombinieren. Die Gestellfarben und Bezugsstoffe der Sitzkissen können variiert werden, zudem stehen Ausführungen mit und ohne Armlehnen zur Verfügung. „Der Hanf hat eine schöne karamellfarbene Tönung und braucht keine Lackierung. Aber aus dem Markt kam die Frage: In meinem Interieur gibt es kein Braun. Habt ihr auch andere Farben?“, erläutert Gertjan de Kam. „Also mussten wir auf die Nachfrage reagieren und zugleich dafür sorgen, dass man dem Material weiterhin ansieht, woher es kommt, und dass es biobasiert bleibt.“
Vom Reststoff zum Stuhl
Vepa verwendet für die Hemp-Carbon-Stühle einen Werkstoff, der auf Langlebigkeit, Reparierbarkeit und Wiederverwertung ausgelegt ist. Die Sitzschale besteht aus regionalen Hanffasern und wird weder mit Lack beschichtet, noch verklebt. Daher kann sie entweder auf den Komposthaufen gelegt werden oder geschreddert und zu einer neuen Sitzschale verarbeitet werden. Pro Kilogramm eingesetzter Pflanzenkohle sind laut Plantics rund 3,3 Kilogramm CO₂ gebunden. „Am Ende muss daraus ein schönes Produkt entstehen. Sonst kaufen die Menschen es nicht, sie wollen es nicht“, sagt Gertjan de Kam. „Wir haben bewiesen, dass man aus biologischen Reststoffen ein hochwertiges Produkt machen kann.“
GREENTERIOR findet am 18. und 19. November 2026 im Rahmen des Klimafestivals für die Bauwende in der Station Berlin statt. Programm und Anmeldung unter klimafestival.heinze.de. Weitere Beiträge zu Ausstellern und Referent*innen finden Sie in unserem GREENTERIOR-Dossier.
Vepa the furniture factory
Vepa the furniture factory verbindet Dutch Design mit echter Verantwortung. Als Vorreiter im Bereich Kreislaufwirtschaft setzen wir auf innovative und nachhaltige Büromöbel. Durch markenunabhängige Refurbishment-Konzepte verlängern wir Produktlebenszyklen und schaffen inspirierende Arbeitswelten.
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