Newcomer

Cool Vie Bohème

20.11.2009

Der Designer sagt über sein Objekt, dass es ebenso ärmlich wie reizend sei und benannte es passend dazu „Cool Vie Bohème“. Platz nehmen könnte hier also die künstlerisch ambitionierte Avantgarde, die sich weder eine große Küche, noch einen teuren Esstisch leisten kann - vermutlich, weil sie gerade all ihr Geld in ein paar Flugblätter oder ein Gemeinschaftsatelier investiert hat. Soweit die Klischees. Tatsächlich aber wird der eigentlich funktionale Tischbock nur durch Klemmelemente zur Tisch-ähnlichen Installation, die sich an die Wünsche und Anforderungen ihres Nutzers anpassen kann. Blumentopf, Becherhalter, Tellergestänge und Weinkühler (die Bohème trinkt hier weiss) werden einfach durch kleine weiße Haken, die in Nuten eingehängt werden, befestigt. Die Hungrigen lassen sich rundherum nieder – am besten konsequent auf umgedrehten Papierkörben, Bierkisten oder Umzugskartons.

Mehr Newcomer

Erosión

Gebackener Beton, der eine ganze Kollektion zum Schwimmen bringt.

Moca

Getropfte Skelette: Porzellaninnovationen von Joachim Morineau.

Tephra

Eine Hommage an den Vulkan: Tableware und Leuchten von LGS Studio.

Pattern and Process

Erst Adition, dann Subtraktion: Glasobjekte von Elyse Graham.

Asa

Funktionswandler: Becherglas von Mario Martinez.

Snug

Geschichten in Schichten: Steine für Kerzen von Sanna Völker.

Sim Sala Bim

Ein Spiel mit Winkel und Warnehmung von Studio Diiis.

Processes & Plating

Maximilian Bellinghausen fängt den Zubereitungsprozess von Speisen in einer einzigartigen Geschirrserie ein.

Eggholder

Für Eier und anderes: eine Tischskulptur von Zhihao Guo.

Anima

Überraschung im Detail: Gemüse und Knochenleim formt der Japaner Kosuke Araki zu schönen Silhouetten.

The Portable Kitchen Hood

Ein Dunstabzug on demand von Maxime Augay.

Recess

Display für Dinge: Tabletts von Nina Cho.

Herringbone

Selbst gestaltet und gefaltet: Origami-Vasen von Phil Cuttance.

Freckles in Stone

Zufallsmuster im Kunststein: Accessoires aus Jesmonite vom Linzer Studio Frauklarer.

A Face

Verborgene Qualitäten: Wootek Lim aus Seoul hat seine Vasen formal auf Diät gesetzt.

Contrasti

Reste als Ressource: Vasen von Moreno Ratti.

Solo

Dynamisch in der Kurve: Vase von Guilherme Wentz.

Earth Kitchen

Aufbauküche statt Einbauküche von Yuiko Shigeta.

Juicer

Skulpturale Zitronenpresse: Glasobjekt von Elinor Portnoy.

Jesmonite Vessels

Formale Konsequenz und Materialinnovation: Objektserie im Konfettilook.

Knautsch

Material mit Mimikry: Porzellangefäße von Frederike Jungkurth.

Nacre Gold Tray

Muschel modern: Bei diesem Tablett des koreanischen Studios FICT wird Perlmutt zum glitzernden Statement.

Dead End

Vase im Käfig: Lucia Massari setzt ihren Glasobjekte mithilfe von Exoskeletten konkrete Grenzen.

Points Collection

Perforationen als Form-Code: Schalen von Kazuya Koike.

Moon

Heimliche Helden aus der Produktion: Schalen aus Formen und Resten.

Samesame

Bekanntes Glas mit neuen Bäuchen.

Tektites

Ultraleichte Schaumkeramik von Studio Furthermore.

Pleat Pitchers

Kännchen und Gefäße mit Kniff von Omyra Maymó.

Art Food

Ein Studentenprojekt inszeniert Kulinarisches.

Figu

Schlank im Schrank: Das stapelbare Tablett-Set von Beaverhausen.