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Mission Nachhaltigkeit

Über Nachhaltigkeit und zirkuläres Wirtschaften bei GROHE

Angesichts von Klimawandel, Rohstoffverknappung und Meeren, die als „Plastic Soup“ betitelt werden, sind konkrete Umsetzungen von Nachhaltigkeit und zirkulärer Wirtschaft unabdingbar. Die gute Nachricht: Die grüne Revolution scheint zu kommen. Innovative ökologische Ansätze gibt es genug, nur fehlt es oft an alltagstauglichen Lösungen. Eine Transferleistung ist gefragt, in der das Design eine Schlüsselfunktion einnimmt. Zukunftsorientierte Marken wie GROHE nehmen hier eine Vorreiterrolle in Richtung Green Future ein.

von Kathrin Spohr, 27.04.2022

„Wir alle wissen: Unsere Ressourcen sind endlich. Deswegen müssen wir jetzt handeln und unsere Denkweise ändern, um als Hersteller die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu unterstützen“, erklärt Melanie Vrenegor, Senior Communications Manager Sustainability bei GROHE. „Das bedeutet, dass wir unbedingt den Überverbrauch natürlicher Ressourcen abwenden müssen – GROHE sieht sich hier klar in der Verantwortung.“ Gesagt, getan – so könnte das Motto des Sanitärherstellers lauten. Bei der globalen Marke für ganzheitliche Badlösungen und Küchenarmaturen wurden bereits im Jahr 2000 die Leitlinien zur Nachhaltigkeit erarbeitet. Sie liefern den roten Faden für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Umwelt und Gesellschaft: Das GROHE-Engagement ist ganzheitlich gedacht und bezieht Produkte ebenso wie Produktion, Logistik oder etwa die Unternehmensstandorte und Werke mit ein. Komplettiert durch globale Umweltinitiativen und -projekte, die GROHE fördert. Schließlich findet Klimawandel nicht nur vor der eigenen Haustür statt.

Vom Produkt bis zur Architektur
Schon bei der Gestaltung und Entwicklung wird der gesamte Produktlebenszyklus betrachtet. Es geht etwa um die Verwendung von Materialien, Oberflächen, die ein Produkt langlebig machen, die Abfall vermeiden. Oder darum, Armaturen zu entwickeln, die den Wasserverbrauch mindern, ohne jedoch Kompromisse bei Qualität, Leistung und Design einzugehen. Materialsparende Technologien, wie der 3D-Metalldruck gehören ebenso zu den GROHE-Maßnahmen wie größtmögliche Energiereduktionen. Die Marke investiert in Blockheizkraftwerke oder generell in die Planung grüner Architektur, wie ihr Werk im thailändischen Klaeng, das ein DGNB Zertifikat in Silber erhalten hat und zu einem der nachhaltigsten Produktionsstandorte in ganz Südostasien zählt.

Zirkulär denken
Zirkuläre Wertschöpfung, Cradle to Cradle, lautet das Stichwort, dem sich GROHE derzeit intensiv widmet und mit Erfolg umsetzt: Mit Abfall-Recyclingraten von bis zu 99 Prozent in den Werken hat sich der Sanitärhersteller bereits schrittweise der Kreislaufwirtschaft genähert. Ein neuer Meilenstein wurde dann im März 2021 erreicht: Als eine der ersten Marken der Sanitärbranche hat GROHE mit drei Armaturen (GROHE BauEdge S-Größe, GROHE Eurosmart S-Größe, GROHE Eurosmart Kitchen) und das GROHE Tempesta 100 Brausestangenset den Cradle to Cradle Certified®-Produktstandard in Gold erreicht. GROHE ebnet damit den Weg von einer linearen Herstellung und Entsorgung seiner Produkte zu einem Ansatz, der die verwendeten Ressourcen in einem geschlossenen Kreislauf erhält.

Komplexe Prozesse
Dabei ist der Cradle to Cradle-Zertifizierungsprozess äußerst anspruchsvoll. „Es galt, unsere vier Produkte zusammen mit unserem Assessment-Partner hinsichtlich der fünf Kategorien, die der Cradle to Cradle Certified®-Produktstandard umfasst, zu prüfen und zu bewerten: Materialgesundheit, Wiederverwendbarkeit, Nutzung erneuerbarer Energien und Kohlenstoffmanagement, Wassermanagement sowie soziale Fairness“, so Melanie Vrenegor. In die Bewertung werden auch vorgelagerte Fertigungsprozesse und die interne Produktion einbezogen. Eine komplexe Sache also. Bei der Analyse der Materialgesundheit wurde zum Beispiel jeder Inhaltsstoff erfasst und bewertet. Und dort, wo es notwendig war, wurden entsprechende Veränderungen am Produkt vorgenommen. So sind die GROHE Cradle to Cradle Certified®-Brauseschläuche aus hochreinem Silikon hergestellt – anstatt, wie sonst üblich, aus Mehrschicht-PVC mit Weichmachern.

Das Cradle to Cradle-zertifizierte Sortiment baut GROHE weiter aus. Daneben arbeitet die Marke auch an den Rücknahmeprozessen für die zukünftig ausrangierten Cradle to Cradle Certified®-Produkte. „Wir setzen uns dafür ein, dass der Kreislaufgedanke in allen Geschäftsbereichen sowie im kompletten Wertschöpfungsprozess berücksichtigt wird. Dies zeigt sich zum Beispiel auch an den hohen Recyclingquoten in den Produktionswerken und am bereits initiierten Rücknahme- und Recycle-System von Filterkartuschen unseres Wassersystems GROHE Blue“, erklärt Vrenegor.  

Wasserverbrauch reduzieren und Energie sparen
Mit steigender Weltbevölkerung stellt uns auch das Thema Wasserverbrauch vor neue Herausforderungen. GROHE hat eine Reihe von Lösungen entwickelt, die Wasser einsparen, ohne den Komfort eines Produkts zu mindern. Beispielsweise verwenden Armaturen mit EcoJoy-Technologie einen Mousseur, der den Durchfluss begrenzt und somit den Wasserverbrauch von zehn Litern pro Minute auf knapp über fünf Liter reduziert. Darüber kann die nachhaltige Wirkung der Armaturen, wie z. B. bei den Cradle to Cradle-zertifizierten Waschtisch-Armaturen, durch den Einsatz der SilkMove ES-Technologie, bei der „ES“ für Energiesparen steht, verstärkt werden. Die Technologie verhindert den unnötigen Verbrauch von heißem Wasser, indem sie bei mittlerer Hebelstellung der Armatur nur kaltes Wasser liefert. Auf diese Weise kann die GROHE SilkeMove ES-Technologie dazu beitragen, den CO2-Ausstoß eines Gebäudes zu reduzieren – besonders wichtig angesichts der Tatsache, dass die Kohlenstoffemissionen von Gebäuden und im Bauwesen fast 40 Prozent der globalen Kohlenstoffemissionen ausmachen.
Als Teil des Markenportfolios von LIXIL, einem führenden japanischen Hersteller von richtungsweisenden Wassertechnologien und Gebäudeausstattungen, unterstützt GROHE auch die gruppenweit geltende Corporate-Responsibility-Strategie, die sich an den UN Sustainable Development Goals (SDGs) orientiert: Im Rahmen der Säule „Wasser sparen & nachhaltiger Umweltschutz“ will LIXIL Netto-Null-Emissionen bis 2050 sowie einen Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft in seiner gesamten Unternehmens-Organisation erreichen.

CO2-neutrale Werke
Bereits seit 2020 sind alle acht LIXIL Armaturenwerke in Deutschland, Portugal, Thailand, China, Vietnam und Mexiko, die exklusiv für die Marke GROHE produzieren, sowie die deutschen Logistikzentren CO2-neutral. In 2021 erreichte die GROHE Distributionslogistik ihre CO2-Neutralität. Der Einsatz von Blockheizkraftwerken und die Nutzung von Solartechnologie fördern außerdem die Reduktion des CO2-Fußabdruckes und wirken ressourcenschonend. Das GROHE Umwelt-Engagement hört nicht auf Produkt- oder Unternehmensebene auf. Um bislang nicht reduzierbare CO2-Emissionen auszugleichen, unterstützt GROHE drei CO2-Kompensationsprojekte: So wird der Betrieb hydroelektrischer Kraftwerke in Indien und Vietnam gefördert, damit dort auf eine Stromerzeugung durch Kohlekraftwerke verzichtet werden kann. Außerdem ein Projekt in Malawi zur Reparatur und Wartung von Bohrlöchern, die der Trinkwassergewinnung dienen.

37 Millionen Plastikverpackungen weniger
Ein anderer, essenzieller Schritt Richtung Green Future ist die 2018 von GROHE gestartete „Less-Plastic-Initiative“. Ihr Ziel: Unnötige Plastikverpackungen bei den Produkten bis 2022 zu eliminieren. Dies war ein weiterer aufwändiger Prozess, der alle Produktionsstandorte gleichermaßen betraf. Neben der Identifizierung der am häufigsten verwendeten Kunststoffverpackungen mussten neue Materialalternativen recherchiert, getestet und anschließend implementiert werden. Das Ergebnis: eine Ersparnis von bis zu 37 Millionen Verpackungen aus Plastikmaterial pro Jahr. Damit nicht genug. Der GROHE-Blick in Sachen Umweltschutz geht global weiter: Die Marke mit Hauptsitz in Düsseldorf kooperiert auch mit der NGO everwave. Diese entwickelt aktive und passive Reinigungstechnologien für Flüsse, wie zum Beispiel das everwave CollectiX-Boot, um Abfälle zu sammeln, bevor sie die Meere verschmutzen. So hat everwave im Rahmen der „Made for your Water“-Kampagne aktuell im Februar und März für jedes verkaufte GROHE Blue-Wassersystem ein Kilogramm Müll aus dem Bočac Stausee in Bosnien und Herzegowina gesammelt. Insgesamt kamen 30 Tonnen Müll zusammen. Es ist die Summe vieler Schritte, die alle irgendwie miteinander vernetzt und für unseren Planeten einen entscheidenden Unterschied machen werden. Melanie Vrenegor: „Unsere Vision ist die langfristige Umstellung des kompletten Portfolios hin zu Cradle to Cradle. Hier sehen wir uns als Impulsgeber für die gesamte Branche und hoffen, dass weitere Unternehmen unserem Beispiel folgen werden.“

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