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Vom Schalterprogramm zum System

Das Gira System 70 verbindet moderne Elektroinstallation mit smarter Gebäudesteuerung

Sechzig Jahre nach der Einführung des ersten Flächenschalters stellt der Systemanbieter Gira einen weiteren Systembaukasten vor. Das System 70 bündelt mehr als 200 Funktionen mit vier Designlinien und je fünf Farbvarianten.

von Kathrin Spohr, 07.04.2026

Die Digitalisierung von Gebäuden schreitet voran, sodass immer neue Möglichkeiten entstehen und aber auch die technologische Komplexität wächst. Gleichzeitig rücken Elektro- und Gebäudetechnik - zumindest in der Theorie - als vernetzte Systeme enger zusammen. Ein Teil dieser Technik arbeitet dabei gewissermaßen unter der Motorhaube – etwa wenn KNX in Kombination mit einem Server komplexe Abläufe im Hintergrund steuert. Ein anderer Teil wird an der Oberfläche erlebbar und sorgt für eine intuitive Bedienbarkeit, zum Beispiel über Tastsensoren. Diese neue Konnektivität steigert nicht nur den Komfort, sondern auch die Energieeffizienz. Je stärker sich Technik in digitale Infrastrukturen sowie Cloud-Plattformen verlagert und sich Steuerung, Konfiguration und Wartung remote erledigen lassen, desto weniger tritt sie in der Architektur und Innenarchitektur in Erscheinung. Dies eröffnet ästhetische Spielräume: Ruhigere und minimalistischere Gestaltungen von Schaltern werden ebenso möglich wie ihre präzisere Integration in Architektur und Interiordesign. (Weitere Informationen zum Gira System 70)

Gira Flächenschalter: Vom technisch notwendigen Produkt zum architektonisch interessanten Objekt
Ein Blick in die Geschichte der Schalter auf dem deutschen Markt zeigt die Bedeutung dieser Entwicklung für die Innenarchitektur: Bis in die 1960er-Jahre prägten Dreh- und Kippschalter hierzulande das Bild – wenig ästhetische, technisch anmutende Bauteile etwa aus Bakelit. Mit der Einführung des ersten Gira-Flächenschalters mit großflächiger Bedienung im Jahr 1966 setzte ein entscheidender Umbruch ein. Diese Pionierleistung im Produktdesign war zugleich prägend für das Gira Design: Die Gestaltung wurde ruhiger und klarer, Schalter rückten näher an die Architektur. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte Gira das Prinzip des Flächenschalters stetig weiter und prägte damit auch folgende Programme.

Das Gira System 70: eigenständiger Systembaukasten mit gestalterischer Kontinuität
An diese Entwicklung knüpft Gira nun mit dem System 70 an – nicht als Bruch, sondern als Weiterentwicklung des Flächenschalter-Prinzips zu einem eigenständigen Systembaukasten. Auf der Basis der 70 x 70 Millimeter großen Funktionseinsätze wird das Produktsortiment um drei weitere Designlinien, fünf Farben und drei Installationsarten erweitert. So entsteht ein umfangreicher, modularer Baukasten.

Vier Designlinien für unterschiedliche architektonische Kontexte
Das Gira System 70 umfasst vier formal eigenständige Designlinien: Gira F100 mit bewährter, weich gerundeter Kontur, Gira F200 mit klarer, linearer Ausprägung, Gira F200 flach mit reduzierter Aufbauhöhe sowie Gira F300 mit minimalem Rahmen und maximaler Flächenwirkung. Allen gemeinsam ist die großzügige Bedienfläche, die Funktionen unmittelbar ins Zentrum rückt und visuelle Ruhe bringt.

Fünf Systemfarben, drei Montagearten
Jede Designlinie interpretiert die gemeinsame technische Basis eigenständig und eröffnet differenzierte gestalterische Möglichkeiten innerhalb eines konsistenten Systems. Ergänzt wird dies durch eine abgestimmte Auswahl an fünf Systemfarben je Designlinie: Reinweiß glänzend, Reinweiß seidenmatt, Grau matt, Anthrazit, Schwarz matt. Unterputz-, Aufputz- und weitere Montagearten ermöglichen außerdem eine harmonische und präzise Anpassung an unterschiedliche architektonische Kontexte – vom Wohnumfeld bis zum anspruchsvollen Objektbereich, im Neubau wie im Bestand. Mit Gira F200 flach steht zudem eine Designlinie bereit, die durch ihren nur 3 Millimeter hohen, fast flächenbündigen Aufbau besonders zurückhaltend auftritt und damit noch stärker mit ihrer Umgebung verschmilzt.

Wenn Technik in der Architektur verschwindet
Gerade in zunehmend technisierten Räumen gewinnt dieser Ansatz an Bedeutung: Je mehr Funktionen ein Raum übernimmt, desto wichtiger wird seine visuelle Ruhe. Das Gira System 70 schafft mit allen Designlinien Struktur und fügt sich als fein komponierte Schnittstelle zwischen Technik und Architektur elegant in den Raum ein. Modulare Logik, funktionale Tiefe, Skalierbarkeit, maximale Kompatibilität und eine reduzierte, architekturorientierte Gestaltung machen es zu einem Beispiel für zukunftsgerichtete Systemlösungen in der Gebäudetechnik.

Konventionell, KNX, Gira One, System 3000
Das Anwendungsspektrum reicht von der konventionellen Installation bis hin zum vernetzten Smart Home. Die Plattform integriert Schalter, Steckdosen und Sensorik in einer gemeinsamen Systemlogik und ist kompatibel mit dem KNX System, Gira One und dem Gira System 3000. Über 200 Funktionen – von Lichtsteuerung und Beschattung bis hin zur komplexen Gebäudeautomation – lassen sich modular kombinieren und flexibel erweitern. Neu im Sortiment ist außerdem ein Tastsensor für KNX und Gira One mit integriertem Luftqualitätssensor; eine Funktion, die zur Optimierung des gesunden Raumklimas in Wohn- wie auch Zweckbauten immer wichtiger wird.

Das Gira System 70 ist ab September 2026 lieferbar. Einen Überblick über alle Designlinien und weitere Informationen gibt es unter partner.gira.de/system-70

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