Ästhetische Klammer
Kieferorthopädiepraxis in Berlin von Batek Architekten
Die Kieferorthopädiepraxis hey :) in Berlin planten Batek Architekten als beruhigende Räumlichkeiten in zartem Pastellgelb. Rote Akzente sorgen für Orientierung. Eine subtile Materialkombination lenkt das Tageslicht und schafft eine Balance zwischen Offenheit und Privatsphäre.
Gerade, gesunde Zähne sind das Kerngeschäft von Kieferorthopäd*innen. Doch dem makellosen Lächeln gingen in früheren Zeiten ein Mund voller Abdruckmasse und schmerzhaft festgezurrte Brackets voraus. In Berlin-Pankow schlägt eine Kieferorthopädin neue Wege ein. Eine abdrucksfreie Anpassung, unsichtbare Aligner sowie die ganzheitliche Betrachtung ihrer Patient*innen versprechen innovative Ansätze bei der Behandlung. Das suggeriert auch schon der Name der von Batek Architekten gestalteten Praxis. Die Bauherrin Dr. Julie Charlotte Angrick entschied sich nicht für das x-te Sprachspiel rund um den Zahn und seine lateinische Übersetzung, sondern für ein aufmunterndes hey :) mit lachendem Emoji. Als rot unterlegte Leuchtschrift heißt es die Patient*innen im Wartebereich willkommen.
Rote Wegweiser
Zartes Pastellgelb sowie gedeckte Braun- und Beigetöne bestimmen die Farbpalette der Praxis. Vor diesem ruhigen Hintergrund kehrt das Rot des Leuchtzeichens als zurückhaltendes Leitsystem wieder: Dezente rote Nummern kennzeichnen die Behandlungszimmer, eine rote Zahnbürste an der Wand weist auf das Bad zum Zähneputzen hin. Rot lackierte Holzstühle des Berliner Möbellabels Objekte Unserer Tage setzen dazu einen dunkleren Akzent im Wartebereich. Das Modell Schulz verbindet handwerkliche Fertigung mit modernen Formen und wirkt skulptural.
Subtile Materialvielfalt
Unterteilt ist hey :) in vier Behandlungszimmer sowie Büro-, Besprechungs- und Serviceräume. Das geschwungene Lichtsystem Alphabet of Light von Artemide geleitet unaufdringlich durch die Praxis. Unter der Decke bleibt die Gebäudetechnik als Kontrast zur reduzierten Einrichtung sichtbar. Halbtransparente Trennwände sorgen dafür, dass Tageslicht in die innenliegenden Bereiche fällt. Die Architekt*innen verwendeten dafür glasfaserverstärkte Kunststoffpaneele, die in zurückhaltende Aluminiumprofile eingefasst sind. Dazu passen der Tresen und die Einbauten aus Edelstahl. Große Fenster – wie im Wartebereich – stellen einen Bezug zur Umgebung her. Im Kontrast zu den glatt verputzten Wänden stehen die quadratischen Fliesen mit strukturiertem Profil in den Servicebereichen. Sie vermitteln Wärme und haptische Abwechslung.
Die durchdachte Planung von Batek Architekten bricht mit den Erwartungen an eine Kieferorthopädiepraxis. Statt einem sterilen Strahlend-Weiß empfangen die Patient*innen warme Töne, die eine beruhigende Wirkung entfalten. Tageslicht wird intelligent in die Räume geleitet. Außerdem setzen die roten Zeichen Orientierungspunkte innerhalb der zurückhaltenden Farbgestaltung. So fühlen sich alle willkommen – ganz im Sinne des freundlich grüßenden Praxisnamens hey :).
FOTOGRAFIE Nate Cook Nate Cook
| Projektname | hey :) |
| Entwurf | Batek Architekten |
| Team | Julia Jensen, Patrick Batek |
| Bauherrin | hey :) Kieferorthopädie, Dr. Julie Charlotte Angrick |
| Typologie | Sanierung / Ausbau Kieferorthopädiepraxis |
| Generalunternehmer | Shop Vision |
| Fläche | 178 Quadratmeter |
| Fertigstellung | 2026 |
| Grafikdesign | Bailey und Bailey |
| Licht und Lichtplanung | Artemide |
| Ausstattung | Objekte Unserer Tage |
| Boden | Senso |
| Transparente Trennwände | Glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) |
| Fliesen | Pro Architectura 3.0 von Villeroy & Boch |
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