Wie lässt sich ein Haus planen, das auch Jahrzehnte später noch funktioniert? Bei einer Villa nahe Mechelen, Belgien, verbinden Schellen+ Architecten weitläufiges Wohnen mit vorausschauender Planung. Bis ins Bad: Dort kommt Entwässerungstechnik von Dallmer zum Einsatz.
Nach Jahren über dem eigenen Geschäft an einer stark befahrenen Straße wünschten sich die Bauherren für ihr neues Zuhause einen Rückzugsort, der dauerhaft zu ihrem Lebensmittelpunkt werden kann. Das Haus sollte sich auch im Alter komfortabel und möglichst selbstständig bewohnen lassen. Schellen+ Architecten entwickelten daraus eine Villa, bei der sich diese Vorsorge nicht auf einzelne barrierearme Details beschränkt, sondern mit dem räumlichen Konzept zusammengedacht ist. Schwellenfreie Übergänge und breite Türen gehören ebenso dazu wie ein Aufzug, der beide Geschosse erschließt.
Geschützt und geöffnet
Der zweigeschossige Neubau setzt sich aus horizontal gegliederten, gegeneinander versetzten Volumen zusammen: Weiße Geschossdecken treffen auf dunkelgraue, keramisch bekleidete Wandflächen, schwarze Fensterprofile und vertikale Lamellen in Holzoptik. Während sich Teile der Fassade geschlossen präsentieren, öffnet sich die Villa zum Garten mit großformatigen Verglasungen. Der Wohnraum reicht bis an die Terrasse, ein weit auskragendes Dach schützt den Essplatz im Freien. Der vom Landschaftsarchitekten Jörn De Leeuw gestaltete Garten setzt der strengen Geometrie des Hauses weich geschwungene Pflanzflächen, Gräser und große Bäume entgegen.
Für später mitgedacht
Die Vorkehrungen für eine langfristige Nutzung sind nicht als sichtbare Sonderlösungen ausgebildet, sondern Teil der Architektur und Ausstattung. Besonders konkret wird das im Bad. Es schließt unmittelbar an das Schlafzimmer an und ist als großzügige Abfolge unterschiedlicher Bereiche angelegt: Freistehende Wanne, Doppelwaschtisch und Dusche verteilen sich im Raum, ohne ihn in kleine Funktionszonen zu zerlegen. Großformatige Keramik in hellen Naturtönen trifft auf dunkles Holz und warme Metalloberflächen.
Die Dusche liegt in einer eigenen Nische und kommt ohne Schwelle aus. Eine vollständig geflieste, beheizbare Sitzbank erhöht schon heute den Komfort und kann später die Nutzung bei eingeschränkter Beweglichkeit erleichtern. Für die Entwässerung wurde das DallFlex-System von Dallmer mit der Duschrinne CeraFloor Select eingesetzt. In Messing matt greift sie den warmen Metallton der Armaturen auf und fügt sich als schmale Linie in die keramische Fläche ein.
Die großformatigen Boden- und Wandflächen erforderten insbesondere in der Dusche eine präzise Ausführung. Das bereits in der Rohbauphase eingesetzte DallFlex-Ablaufgehäuse erlaubt bei der Montage eine Feinjustierung der Rinne und damit die Abstimmung auf das Fliesenraster.
Räume mit Durchblick
Wohnen, Essen und Kochen bilden eine zusammenhängende Raumfolge; Einbauten und unterschiedliche Raumtiefen schaffen Zonen, ohne die Blickbeziehungen zu unterbrechen. Eine besondere Rolle spielt das zentral angeordnete Atrium: Zusammen mit Eingang, Treppenhaus und Aufzug bildet es das räumliche Rückgrat des Hauses. Der zweigeschossige Luftraum verbindet den Frühstücksbereich im Erdgeschoss mit einer Leseecke im Obergeschoss und öffnet sich zum Garten mit einer sechs Meter hohen Verglasung.
Auch die Innenausstattung folgt dem Prinzip weniger, großflächig eingesetzter Materialien: Helle Wände und Böden bilden den Hintergrund für dunkle Holzeinbauten, warme Braun- und Metalltöne setzen Akzente. Die Küche fügt sich mit einer hellen Insel und einer nahezu wandfüllenden dunklen Schrankfront in dieses Konzept ein.
So folgt das gesamte Haus einem Prinzip, das sich bis ins Bad fortsetzt: Anforderungen, die sich im Laufe eines Lebens verändern können, werden nicht als spätere Ergänzung behandelt, sondern fließen von Beginn an in die Gestaltung ein und bleiben dabei weitgehend unsichtbar.
Dallmer
Ob Formensprache oder Oberfläche, ob sichtbarer Designakzent oder unsichtbare Lösung: Dallmer steht für eine große Vielfalt an Möglichkeiten, um individuelle Entwürfe im Bad umzusetzen. Viele Architekt*innen und Innenarchitekt*innen schätzen die Auswahl des Entwässerungsspezialisten, da sie inspiriert und immer wieder neue Gestaltungsoptionen eröffnet.
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