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Das Kloster Chorin hat seine Bestuhlung verjüngt

von Julia Bluth, 26.09.2016

Das ehemalige Zisterzienserkloster Chorin ist nicht nur eines der bedeutendsten Baudenkmäler der norddeutschen Backsteingotik. Es steht auch für eine beispielhafte Denkmalpflege, die mit Schinkel ihren Anfang nahm und heute ebenso sensibel wie öffentlichkeitswirksam fortgesetzt wird.

Eingebettet in die wald- und seenreiche Landschaft der Schorfheide, ist das alte Kloster in den Sommermonaten ein echter Publikumsmagnet – vor allem während der Klassikkonzerte des Choriner Musiksommers. Einzige Trübung des sonnigen Kulturglücks: die mangelnden und unbequemen Sitzlösungen.

Wer A sagt

2015 wandten sich die Veranstalter schließlich an das Architekturbüro Angelis & Partner, um dem Problem Abhilfe zu schaffen. Benötigt wurden insgesamt 1.330 neue Stühle für den Außen- und Innenbereich, die sich leicht stapeln und in Reihen verbinden lassen. Besonders wichtig war dabei, dass sich die Bestuhlung trotz konsequent modernen Designs harmonisch in das historische Ambiente einfügt. Dank langjähriger Erfahrung in der Restaurierung und Umnutzung von Baudenkmälern fiel den Architekten die Auswahl nicht schwer. Sie entschieden sich für den A-Chair des süddeutschen Herstellers Brunner, der sämtliche Anforderungen optimal erfüllt und dank seines geringen Gewichts außerdem besonders leicht handhabbar ist.

Keine Panik

Aus Rücksicht auf den historischen Boden des Kirchenschiffes entwickelte der Hersteller außerdem eine Sonderanfertigung für die unabdingliche paniksichere Reihenverbindung: Ein Flachstahl mit gummierter Unterseite und festen Ecken für die Stuhlbeine bildet den nötigen Abstandshalter, während eine Panikreihenverbindung die Stühle in ihren Reihen hält.


Alt und neu

Wer das alte Stühle-Allerlei gewohnt war, wird überrascht sein von der neuen Eleganz. Die schlichten Stühle mit ihren geschwungenen Sitzschalen aus changierend schwarzem Kunststoff bilden einen modernen Kontrast zu den alten Backsteinmauern und wirken dennoch beinah unauffällig in ihrem zurückhaltendem Design. So bleibt die behutsam restaurierte „Ruine unter Dach“ auch weiterhin der konkurrenzlose Hauptakteur.

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Brunner

Das im Jahr 1977 gegründete Familienunternehmen wird von Helena und Rolf Brunner sowie in der zweiten Generation von Dr. Marc Brunner und Philip Brunner geführt. Es zählt zu den führenden Herstellern in Europa. Brunner steht für Objektmöbel von hoher ästhetischer und funktionaler Qualität – Made in Germany.

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