Der Dreh mit dem Wachs
Leuchtenkollektion Le Labo 1.0 von Baguette Studio
Manchmal liegt die gute – weil nachhaltige – Lösung so nah. Das französische Designkollektiv Baguette Studio bedient sich bei der Gestaltung seiner Leuchten des ursprünglichsten Stoffs aller Lichtspender: Wachs. Allerdings kommt es nicht wie bei Kerzen als einmalige Energiequelle zum Einsatz, sondern als zirkuläre Materialressource in Form eines Lampenschirms.
Rotationsguss als offene Mikroproduktion
Die Kollektion Le Labo 1.0 setzt sich aus drei Objekten zusammen: einer Tischleuchte, einer Wandleuchte und einer Pendelleuchte. Für die Produktion wird heißes, flüssiges Wachs in Negativformen gegossen und durch das aus der Kunststoffindustrie adaptierte Rotationsgussverfahren entstehen transluzente Hohlformen. Die Maschine wird dabei von Hand bedient, ist bewusst niedrigkomplex und mobil. Innerhalb von 45 Minuten formt sich eine neue Le Labo-Leuchte, während zukünftige Besitzerinnen und Besitzer den Produktionsprozess beobachten können.
Zirkulärer Formwandler
„Alle Leuchten haben ein identisches Gewicht, um ein abfallfreies Wiederaufschmelzen zu ermöglichen“, erzählen Emma Lohner und Philippe Gaud, Gründer*innen von Baguette Studio. Die 700 Gramm des Wachses können eingeschmolzen und in ein anderes Mitglied der Objektfamilie transformiert werden, ohne dass Materialreste zurückbleiben. Der Sockel lässt sich flexibel demontieren und anderweitig weiterverwenden. Die handwerkliche und transparente Mikroproduktion wirkt zudem beziehungsfördernd: Wer bei der Entstehung seiner Leuchte zugegen war, entwickelt durch den persönlichen Bezug und die eigene Beteiligung am Produktionsprozess eine stärkere Bindung – und behält das Objekt womöglich länger. tp
>> Baguette Studio
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