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Vom Entrepreneur zum Überflieger

Rocket Internet in Kreuzberg von de Winder Architekten

29.01.2018

Das 1999 eröffnete GSW-Gebäude von Sauerbruch Hutton in Berlin-Kreuzberg bekam als „erstes ökologisches Hochhaus Deutschlands“ viel Aufmerksamkeit. Sein neuer Mieter, die Start-up-Fabrik Rocket Internet, ist hingegen für aggressive Expansion und schnelle Geschäfte bekannt. Ihre Gründer, die Samwer-Brüder, gelten gar als „Paten des Internets“. Umso mehr überrascht, wie sie sich eingerichtet haben.

Der Start-up-Investor Rocket Internet steht unter anderem hinter dem Erfolg von Zalando oder Home24. Ihr neues deutsches Hauptquartier erstreckt sich sowohl über das bananenförmig geschwungene, gläserne Hochhaus als auch den benachbarten 17-geschossigen Altbau aus den Sechzigerjahren. Vor dem Einzug aber waren einige Umbaumaßnahmen erforderlich, um die zuvor von dem Wohnimmobilienunternehmen GSW benutzten Flächen an die Bedürfnisse des Campus anzupassen. Aus geschlossenen Einzelbüros sollte eine offene Bürostruktur neben verglasten Konferenzräumen und einladenden Lounges entstehen.

Zeitloses Interior-Konzept
Das vom Berliner Architekturbüro de Winder Architekten entwickelte Interior-Konzept für die rund 22.000 Quadratmeter Nutzfläche ist angesichts der jungen Branche erstaunlich bodenständig und zeitlos. „Ziel war eine Aufwertung der Innenräume bei gleichzeitiger Bewahrung des Visionären von Sauerbruch Hutton und die Schaffung von qualitätsvollen, ergonomisch ausgerichteten Arbeitsplätzen für über 2.000 Mitarbeiter“, erklären die Planer. Um den eigentlichen „inneren Raum“ der Gebäude wieder erfahrbar zu machen, sei neben der Öffnung des Grundrisses besonderer Wert auf eine reduzierte Farb- und Materialwahl gelegt worden. So betonen auf allen Etagen hellgraue Kautschukböden und freigelegte Sichtbetondecken die Weitläufigkeit der Räume und bieten wenig Ablenkung von der spektakulären Aussicht – oder den für Sauerbruch Hutton charakteristisch farbigen Sonnenschutzelementen.

Design aus Süddeutschland
Bei der Möblierung arbeiteten die Planer eng mit dem badischen Objektmöbelhersteller Brunner zusammen. Für das große Auditorium im ersten Obergeschoss, dem 200 Plätze zählenden Herzstück des Konferenzbereiches, fiel ihre Wahl auf den Klassiker A-Chair, ein Stapelstuhl in schlichtem Schwarz. „Reduktion auf die prägenden Materialien des Raums und die Farben Schwarz und Weiß wird die ursprüngliche Raumidee wieder in den Mittelpunkt gestellt“, so die Architekten. Weitere Konferenzräume wurden mit maßgeschneiderten Modellen der Konferenztischserie Fina flex und Fina conference ausgestattet, für hohen Sitzkomfort sorgen hingegen Finasoft -Konferenzsessel und die Ray-Freischwinger. Der offizielle Empfangsbereich im 14. Obergeschoss punktet mit dem flexiblen und minimalistischen Loungesystem Banc, das die Designer Jehs+Laub als „modularen Baukasten für Architekten“ entworfen haben.

De Winder Architekten haben einen Umbau geschaffen, der von Respekt für den Ursprungsentwurf und dem Wunsch nach Nachhaltigkeit geprägt ist. Ein Umfeld, das dem börsennotierten Unternehmen mit seinem umstrittenen Image gut zu Gesicht steht.

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Brunner lebt für Möbel, die Neues möglich machen. Das im Jahr 1977 gegründete Familienunternehmen zählt zu den führenden Objektmöbelherstellern Europas. Hauptmotivation bei Brunner früher, heute und in Zukunft: Herausforderungen suchen und passende Lösungen finden, die perfekt sitzen. So entstehen Objektmöbel von hoher ästhetischer und funktionaler Qualität, produziert "Made in Germany".

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