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Cliffhanger

Wie sich ein Krakauer Wohnhaus von Mobius Architekci an einen acht Meter hohen Steinbruch schmiegt

17.10.2014

Über zwei Jahre lang suchten die Bauherren des Krakauer Edge House nach einem geeigneten Architekten, der ihren Vorstellungen nach einer extravaganten Lösung für einen ebenso ungewöhnlichen Baugrund entsprach. Jetzt steht der Wohnkomplex inklusive Pool und Blumenwiese buchstäblich am Abgrund.

Man könnte die Anforderungen für dieses Krakauer Einfamilienhaus durchaus als eigentümlich beschreiben. Nicht nur eine acht Meter hohe Steinbruchkante auf dem Grundstück, auch die Bebauungsvorschriften der Stadt, die ein Satteldach mit exakt festgelegtem Neigungswinkel fordern, erschwerten den Entwurf. Doch die Bauherren wollten keine 08/15-Lösung, und so lehnten sie gleich mehrere Architekten ab. Przemysław Olczyk vom Warschauer Büro Mobius Architekci konnte sie mit einer ungewöhnlichen Lösung überzeugen.

Auf der Kippe
Er setzte den Wohnkomplex direkt an die Kante des Steinbruchs und nutzte so das natürliche Gefälle, um Natur und Architektur eins werden zu lassen. Die Nordfassade passt sich der schrägen Form der Felskante an und erfüllt gleichzeitig den geforderten Neigungswinkel des Daches von genau 37 Grad. Zudem zog Olczyk die beiden Terrassen des ersten und zweiten Geschosses über die Kante hinaus und liess sie nach vorne spitz zulaufen. So entsteht die dynamische Formsprache des gesamten Komplexes, die die kantige Gestalt der Steine und die abrupte Felskante widerspiegelt.

Abgründig
Richtung Süden und Westen hingegen ist die Landschaft von sanften Hügeln geprägt. Hier sollte das Gelände bewusst leicht abfallen, um so dem Gebäude etwas von seiner Dominanz zu nehmen. Immerhin verfügt es über 850 Quadratmeter Wohnfläche, die auf drei Ebenen verteilt wurden. Durch die erhöht liegende Wiese erscheint der Bau von Süden auf diese Weise nur eingeschossig, und Wohn- wie auch Poolbereich profitieren von der blickgeschützter Lage.

Weißes Band
Für die nördliche Fassade wählten die Architekten dunklen Schiefer, der sich markant von dem hellen Sandstein des Felsens abhebt. Für die restlichen Außenwände, die Böden wie auch die Fensterrahmen kam hingegen Holz zum Einsatz. Elegant heben sich davor die weiß umsäumten Terrassen ab. Über das gesamte Gebäude fortlaufend, erscheinen sie wie ein weißes Band, das Architektur und Landschaft miteinander verbindet.

Rundum wohlfühlen
Das Prinzip der Verbindung bestimmt auch im Inneren: Hier kommt das KNX System von Gira zum Einsatz. Über den Homeserver vernetzt und von jedem Raum mit einem Tastensensor ausgestattet, steuert es die gesamte Gebäudetechnik. Das schafft mehr Sicherheit und niedrigere Energiekosten. Und mit der Schalterserie Gira Esprit wird die Technik nahtlos in das Wohnen integriert. So schufen die Warschauer Architekten eine Balance aus anschmiegsamer Topografie, markanten Formen und unsichtbarer Technik. Kurz: ein Gebäude, das in sich geschlossen scheint.

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