Zwischen Himmel und Holz
Dachbodenausbau von studio franz und coco in den Schweizer Bergen
In einem kleinen Bergdorf in der Schweiz verwandelte das Züricher Architekturbüro studio franz und coco einen Dachboden in eine lichtdurchflutete Ferienwohnung. Inmitten von gemütlicher Chalet-Atmosphäre und clever integrierten Zwischenetagen entstanden individuelle Rückzugsräume.
Obwohl der Großteil der Bevölkerung in einem städtischen Umfeld lebt, steht das Chalet wie kaum ein anderes Haus für den typischen Baustil der Schweiz. Es vermittelt Traditionsbewusstsein und Naturnähe. Auch das bei Tourist*innen beliebte Dorf Segnas ist mit den charakteristischen Holzhäusern besiedelt. Dazu gehört die Casa Pardi mit ihren vier Wohnungen, Garagen, einem Skiraum und einem Dachboden, der seit Kurzem als Ferienapartment genutzt wird.
Höhlenartige Öffnung
Um direkt unter dem großzügigen Satteldach eine gemütliche Chalet-Atmosphäre zu schaffen, kaschierten die Schweizer Architekt*innen von studio franz und coco zunächst das imposante Raumvolumen mit abgehängten Holzdecken. Diese bilden nun eine Zwischenetage und ermöglichen es, mehr Wohnfläche in die Höhe zu integrieren: Direkt neben der renovierten Küchenzeile, vorbei an einem alten Specksteinofen und Küchenschränken, führen jetzt Treppenstufen in das Hauptschlafzimmer der Ferienwohnung. Zwei großzügige Dachfenster durchfluten den Raum mit Tageslicht, während ein drittes Fenster die Aussicht auf die pittoreske Landschaft rund um den nahegelegenen Gipfel Piz Muraun einrahmt. Über eine Leiter und durch eine Öffnung, die an den Eingang zu einer geheimnisvollen Höhle erinnert, gelangen die Bewohner*innen in einen zweiten, separaten Schlafbereich auf der neuen Zwischenetage.
Alpines Handwerk
Individuelle Highlights entstanden zudem durch den gezielten Einsatz von Materialien, Farben und einzigartigen Formen sowie die aktive Mithilfe des Auftraggebers und Eigentümers der Immobilie. In enger Zusammenarbeit mit diesem entwarfen die Architekt*innen beispielsweise ein zylindrisches Oberlicht im Badezimmer. Außerdem schweißten sie Armaturen und fertigten Keramikfliesen für die Küche an.
Bis zur Fertigstellung des Projekts dauerte es insgesamt drei Jahre. Grund dafür war dieser handwerkliche Team-Einsatz, den sich der Bauherr ausdrücklich gewünscht hatte, um seinem Herzensort eine besonders persönliche Note zu verleihen.
FOTOGRAFIE Pierre Marmy
Pierre Marmy
studio franz und coco
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