Projekte

In altem Glanz

Restaurierung einer historischen Villa in der italienischen Provinz Modena

Die „Villa La Personala“ in der norditalienischen Gemeinde Mirandola blickt auf eine fast tausendjährige Geschichte zurück. Nachdem der Bau 2012 durch ein Erdbeben nahezu vollständig zerstört wurde, erstrahlt das Gebäude nach einer umfassenden Restaurierung in neuem und zugleich altem Glanz. Dabei lassen nicht zuletzt die Oberflächen von FMG Fabbrica Marmi e Graniti die historische Pracht der herrschaftlichen Residenz wieder aufleben.

von Nils Schellmann, 30.05.2023

Als am 29. Mai 2012 ein verheerendes Erdbeben in Norditalien auch die Villa in der Provinz Modena zum Einsturz brachte, wurde eine bis ins 12. Jahrhundert zurückreichende Geschichte unterbrochen. Denn der älteste Teil des Gebäudes ist ein im Jahr 1100 errichteter Turm, um den sich später der historische Ortskern der Gemeinde Mirandola formierte. Ab 1472 lebte in dem damals mit ghibellinischen Zinnen versehenen Wehrturm die Familie Personali. Das ursprünglich aus Deutschland stammende Adelsgeschlecht hatte sich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts in der Gegend von Mirandola angesiedelt. Im 16. Jahrhundert ließ die Familie zwei weitere Gebäude hinzufügen und das Ensemble schließlich in eine repräsentative Villa umwandeln, die in Anlehnung an den Familiennamen die Bezeichnung Villa La Personala erhielt.

Anspruchsvolles Projekt
In der jüngeren Vergangenheit wurde das ehemalige Adelshaus mit seinen diversen, mit prächtigen Fresken bemalten Sälen unter anderem für Kulturveranstaltungen und Kongresse genutzt. Es ist der Initiative der Grafen Personala-Ferri zu verdanken, dass nach der Zerstörung durch das Erdbeben sofort mit dem Wiederaufbau begonnen wurde. Heute, nach einem Jahrzehnt aufwendiger Restaurierungsarbeiten, verfügt das historische Gebäude über zwölf luxuriöse Suiten, drei große Tagungsräume, ein vornehmes Restaurant und einen weitläufigen Park mit Pool und Festzelt. Dabei war die Restaurierung der Villa La Personala ein ehrgeiziges und äußerst anspruchsvolles Projekt, das sowohl auf die Wiederherstellung der architektonischen Elemente und Oberflächen als auch auf die seismische Konsolidierung und eine für den nachhaltigen Tourismus unabdingbar gewordene Energieeffizienz abzielte.

Keramische Materialien
Ein besonderes Augenmerk der Restaurator*innen galt den Fußböden und Wänden. Nach Begutachtung verschiedener Produkte fiel ihre Wahl auf die keramischen Materialien der italienischen Marke FMG Fabbrica Marmi e Graniti. Das 1998 gegründete Unternehmen ist spezialisiert auf die technische Produktion von Marmoren, Graniten und anderen hochwertigen Steinen. Im Erdgeschoss der restaurierten Villa verbreitet die Serie Rialto den Charme des Seminato Veneziano: Die durchgefärbte Kollektion ahmt geschickt die Zufälligkeiten der Fragmente von farbigen Steinen und Mineralien dieses berühmten venezianischen Bodenbelags nach. Rialto Beige und Rialto Earth mit ihren Farbnuancen und sandgestrahlten Oberflächen kamen im Eingangsbereich, Treppenhaus und Restaurant zum Einsatz. Die Kollektion Rialto wurde auch in den Wand- und Bodenbelägen der Bäder verwendet. Die sandgestrahlte Version auf den Böden ist mit ihrer rutschfesten Oberfläche auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen geeignet.

Naturgetreue Steinoptiken
Neben dem Battuto alla Veneziana entschieden sich die Restaurator*innen und Architekt*innen zusätzlich für den naturgetreuen Steineffekt von MaxFine CityStone. Die von Grafismen und Schattierungen durchdrungene Oberfläche kam beispielsweise als halbhohe Wandverkleidung in zwei Sälen zum Einsatz. Außerdem wurde in den Bädern der zwölf Suiten sowohl auf horizontalen als auch auf vertikalen Flächen die Kollektion MaxFine in großformatiger Marmoroptik verwendet. Während MaxFine Calacatta mit einem weißen Grundton und der feinen Äderung den Räumen Leuchtkraft und herrschaftliche Eleganz verleiht, sorgt MaxFine Travertino mit Schlieren und sanften Farben für eine raffinierte Intimität.

Zwischen Tradition und Moderne
Unter Verwendung patentierter Herstellungsverfahren produziert FMG Fabbrica Marmi e Graniti Hightecherzeugnisse, die anspruchsvolle Wünsche von Planer*innen und Architekt*innen erfüllen. Um die ästhetischen Eigenschaften von Natursteinen originalgetreu zu reproduzieren, kommen dabei mit Tonen, Sanden und Mineralien dieselben Elemente zum Einsatz, die auch die Natur selbst verwendet. Mit ihren auch aus historischer Perspektive überzeugenden ästhetischen Eigenschaften sowie ihren technologisch fortschrittlichen und leistungsfähigen Merkmalen sind die keramischen Produkte ein gutes Beispiel für den Anspruch, mit der Restaurierung der Villa La Personala ein Bindeglied zwischen Tradition und Moderne zu schaffen, das einerseits die alte Pracht des Hauses wieder aufleben lässt und andererseits heutigen Standards gerecht wird.

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