Lernen in Bewegung
Interstuhl entwickelt zukunftsfähiges Nutzungs- und Möblierungskonzept für die TH Aschaffenburg
Partner: Interstuhl
Mit zwei Neubauten erweitert die Technische Hochschule Aschaffenburg ihren Campus. Auf rund 2.200 Quadratmetern entwickelte Interstuhl ein ganzheitliches Flächennutzungskonzept, das Verwaltung, Technik und Lehre verbindet und zugleich flexibel auf künftige Anforderungen reagieren kann.
Die TH Aschaffenburg wächst seit Jahren kontinuierlich. Steigende Studierendenzahlen, neue Studienangebote und veränderte Anforderungen an Lehre und Zusammenarbeit machten zusätzliche Flächen erforderlich. Im Zuge der von h4a Gessert + Randecker Generalplaner entworfenen Campusentwicklung entstanden zwei Neubauten mit einer Gesamtfläche von rund 5.500 Quadratmetern. Neben neuen Räumen für verschiedene Fakultäten wurden dort auch bislang über den Campus verteilte Organisationseinheiten zusammengeführt.
Offene Lernlandschaften
Die besondere Herausforderung für Interstuhl bestand darin, dass die bauliche Struktur der Gebäude bereits bestand, als die Innenraumplanung begann. Denn die Anforderungen an Hochschulräume hatten sich verändert. Projektarbeit, Gruppenlernen und hybride Formate prägen den Studienalltag heute deutlich stärker, als dies zum Zeitpunkt der Gebäudeplanung absehbar war. Ziel war es daher, die vorhandenen Strukturen bestmöglich auszunutzen und innerhalb dieser Rahmenbedingungen zukunftsfähige Nutzungskonzepte zu schaffen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung eines Konzepts, das möglichst flexibel auf unterschiedliche Nutzungsformen reagieren kann.
Verglasungen in der Fassade und bei innenliegenden Trennwänden sorgen für helle Räume, während offene Erschließungsbereiche die verschiedenen Nutzungszonen miteinander verbinden. Zu dieser Offenheit trägt insbesondere das zentral angeordnete Atrium mit seinen Oberlichtern bei. Doppelte Geschosshöhen, weite Sichtbeziehungen und reichlich Tageslicht verleihen den Innenräumen eine überraschende Großzügigkeit. Sichtbetonstützen, freiliegende Decken und eine zurückhaltende Materialpalette unterstreichen zugleich den robusten und langlebigen Charakter der Architektur.
Nutzer*innen im Mittelpunkt
Um die Anforderungen der unterschiedlichen Nutzer*innen möglichst präzise zu erfassen, setzte Interstuhl auf einen intensiven Beteiligungsprozess. Unter der Leitung von Workplace Consultant Jennifer Kohlmann und Innenarchitektin Sonja Keinhorst wurden Interviews, Umfragen und Bedarfsanalysen durchgeführt. Professor*innen, Mitarbeitende sowie weitere relevante Gruppen brachten dadurch ihre Anforderungen an die zukünftigen Arbeits- und Lernumgebungen ein.
Auf dieser Grundlage entstand ein Flächen- und Möblierungskonzept, das verschiedene Lehr- und Lernformen sowie klassische Arbeitsformen unterstützt und zugleich eine effiziente Nutzung der verfügbaren Flächen ermöglicht. Ein zentrales Element des Konzepts ist die Aktivierung der Erweiterungsflächen. Diese wurden vielseitig nutzbar gestaltet und mit Aufenthalts-, Arbeits- und Kommunikationsbereichen ausgestattet. So entstanden zusätzliche Orte für konzentriertes Arbeiten, informellen Austausch und gemeinschaftliches Lernen.
Möbel für den Wandel
Funktional und gestalterisch geprägt werden die verschiedenen Bereiche durch die Möblierung. Statt starrer Raumkonfigurationen kommen mobile und modulare Lösungen zum Einsatz, die sich an unterschiedliche Szenarien anpassen lassen. Seminarbereiche können für Gruppenarbeiten umgestellt, offene Lernzonen für Workshops aktiviert oder Kommunikationsbereiche temporär erweitert werden.
In informelleren Zonen bilden die Sofamodule des Systems Tangram offene Sitzlandschaften, die als Treffpunkte, Lernorte und Kommunikationsinseln fungieren. Die Module strukturieren die weitläufigen Flächen, ohne sie dauerhaft festzulegen, und schaffen Orte für zwanglose Begegnungen ebenso wie für konzentrierte Arbeitsphasen.
In den Seminar-, Workshop- und Projektbereichen kommt die Kollektion What If We Fly zum Einsatz. Mobile Tische, Whiteboards, Präsentationsflächen und flexibel kombinierbare Tribünenelemente ermöglichen unterschiedliche Lehr- und Lernbereiche. Darüber hinaus entstanden ergonomische Bildschirmarbeitsplätze mit dem Bürodrehstuhl Every. Sie ergänzen die offenen Lern- und Kommunikationsbereiche um klassische Arbeitsplätze für konzentrierte Büroarbeit.
Abgerundet werden alle Bereiche durch die Shuffle-Kollektion. Mit Stühlen, Hockern, Loungesesseln und Barhockern in unterschiedlichen Farbtönen reagiert die Serie auf die vielfältigen Anforderungen der verschiedenen Raumtypen und schafft zugleich eine einheitliche Formensprache über viele Räume hinweg.
Fit für die Zukunft
Mit dem Konzept von Interstuhl für die TH Aschaffenburg ist eine moderne und attraktive Lehr- und Lernlandschaft entstanden, die den aktuellen Anforderungen des Hochschulbetriebs gerecht wird und zugleich zukünftige Entwicklungen mitdenkt. Flexible Möblierung, vielfältige Lernorte und offen gestaltete Begegnungszonen schaffen eine Umgebung, die sich an veränderte Lehr- und Arbeitsformen anpassen kann, ohne dass dafür bauliche Eingriffe notwendig werden.
FOTOGRAFIE Yuta Sawamura Photography
Yuta Sawamura Photography
Interstuhl
Bei Interstuhl denken wir den Raum ganzheitlich. Dabei steht der Mensch stets im Fokus - optimale Bedingungen für gesundheitliches Wohlbefinden, kreative Schaffenskraft und Produktivität zu schaffen, das ist die Basis für unseren Erfolg. Ein mit allen Sinnen erfahrbares Design ist wesentliches Element unseres Unternehmensethos. Jedes unserer Produkte ist Ausdruck dieser Mission.“
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