Projekte

Stairway to heaven

Eine gläserne Treppe führt Institutionen zusammen: Der Pariser Justizpalast von Renzo Piano.

von Anne Meyer-Gatermann, 10.12.2018

Vier Stufen sind es bis zum Himmel – zumindest für den neuen Pariser Justizpalast von Renzo Piano. Seit dem Mittelalter hatte sich die Pariser Justiz auf der Île de la Cité befunden, später franste das Konzept aus, weil sich die einzelnen Institutionen auf mehrere Standorte verteilten. Das Justizgebäude von Renzo Piano Building Workshop führt sie jetzt wieder zusammen.

Diese Idee war kühn, als Piano das Konzept 2011 für den Wettbewerb einreicht, denn ausgeschrieben waren zwei Bauten: eines für die öffentliche Nutzung und eines für die Verwaltung. Dass sich Renzo Piano darüber hinwegsetzt, hat die Jury dann doch überzeugt. Der Justizpalast versteht sich als Herz des zukünftigen Grand Paris und die Initialzündung für eine Aufwertung der Banlieue sein.

Auf das L-förmige Grundstück an der Porte de Clichy hat der Architekt einen treppenförmigen Bau gesetzt, der 38 Etagen hat, 160 Meter hoch und komplett verglast ist: Die Fassadenfläche beträgt 62.000 Quadratmeter, von denen 50.000 Quadratmeter mit Scheiben von Saint-Gobain Building Glass Europe ummantelt sind. Der Bau ist nach einer Nord-Süd-Achse ausgerichtet, nach Osten richtet es sich nach Montmartre aus, nach Westen zum Eifelturm, nach Süden zur Stadtmitte.

Der für die Öffentlichkeit zugängliche Sockel ist fünf- bis achtgeschossig, im Tower sitzen Verwaltung und Justiz. Es befinden sich 90 Gerichtssäle im Saint Gobain Justizpalast, allein der Dachgarten auf der achten Etage hat eine Fläche von 7.000 Quadratmetern. Auch wenn der Bau sich mit einer zarten Glasfassade umgibt – seine Wirkung ist gigantisch.

Links

Projektarchitekten

Renzo Piano Building Workshop

Mehr Projekte

Spielerisches Experimentierfeld

Variabler Co-Working-Space von LXSY Architekten in Berlin

New Work als Raumkonzept

Transparentes Office von Ply Atelier in Hamburg

Bunter Brutalismus

Büroausbau von Artem Trigubchak und Lera Brumina

Funktionale Grenzgänger

Der Co-Working-Space von brandherm + krumrey in Berlin setzt auf Gemütlichkeit

Büro zum Wohnen

Die Räume des Architekturbüros SJB in Sydney gleichen einer Wohnung

Abgetaucht

Coworking in Warschau von Beza Project

Gemeinsam lernen

Designerin Sarit Shani Hay entwirft die erste öffentliche Integrationsschule in Tel Aviv

Arbeiten im Aggregatzustand

Waterfrom bringt Industriegeschichte in Zylinderform

Helden des Homeoffice

Coperni und USM zeigen eine Ausstellung über die Heimarbeit

Meister der Zeit

Die Geschäftsräume der Uhrenmanufaktur Montres Valgine, umgesetzt von Girsberger

Im Raster

Hochschulbibliothek im Stil des White Cube von Andreas Schüring

Kreative unter Palmen

Ein Inkubator in Barcelona von Arquitectura-G

Kreative Symbiose

Workspace in Stuttgart von Studio Komo

Büro mit Humor in Kiew

Die Kreativagentur Banda setzt auf eine Architektur mit Augenzwinkern

Co-Working im Container

Die Architekten von Toop entwickelten ein Konzept für Minibüros im Schiffscontainer

Dallmer wächst

Erweiterungsbau für das Familienunternehmen Dallmer in Arnsberg

Kunst und Spionage

Einen irren Streifzug durch die Geschichte bietet die Villa Heike in Berlin

Sakraler Minimalismus

Ein strenges Büro-Interieur in Kiew von Studio Sivak

Eine kleine Revolution

Kinderklinik in der Ukraine von Ater Architects

Punktgenau

Installation in London im Memphis-Stil von Camille Walala

Räumliche Erzählkunst

Kinzo Architekten gestalten die Innenräume des Suhrkamp Verlags in Berlin

Büro zum Anfassen

Studio Halleröd gestaltet schwedisches Interieur

Radikale Transparenz

TPG Architecture und Wilkhahn im Three World Trade Center

Rotierende Klassenzimmer

Fortschrittliches Schulgebäude in Norwegen von PPAG Architects

Hort in Holz

Schulerweiterung von MONO Architekten in Berlin

Lernlandschaften

ZMIK entwirft Basler Grundschule mit Rückzugsmöglichkeiten

Beton rosé und Maschendraht

Eine Turiner Schule von BDR bureau

Campus mit Catwalk

Kinzo richtet Berliner Headquarter von Zalando ein

Design what matters

Büroräume in München vom Architekturbüro VON M

Gläserne Denkfabrik

Brunners Gebäudehybrid in Rheinau von Henn Architekten