Historische Geometrien
Apartment in Lyon von Studio Razavi
In einem geschützten Ensemble in Lyon kombinierte Studio Razavi die historische Grundsubstanz eines Gebäudes aus dem 16. Jahrhundert mit geometrischen Elementen und kräftigen Farben. Das Resultat ist ein Apartment der Kontemplation und Kreativität.
Die Altstadt von Lyon ist geprägt von Häusern und Strukturen aus dem Mittelalter und der Renaissance. Das Stadtareal steht daher unter Ensembleschutz und zählt zum UNESCO-Welterbe. Inmitten dieses historischen Kontexts gestaltete das internationale Studio Razavi ein Apartment für einen alleinstehenden Wissenschaftler. Er wünschte sich einen Rückzugsort, der Ruhe ausstrahlt, aber auch die Kreativität fördert. Die Architekt*innen wollten diesen Traum mit minimalen, aber gezielten Eingriffen zur Realität werden lassen – und dabei vorhandene Strukturen erhalten.
Alt trifft neu
Die rund 80 Quadratmeter umfassen ein Schlaf- und ein Badezimmer sowie eine offen gestaltete Fläche, die das Herzstück der Wohnung darstellt. Sie besteht aus einem weitläufigen Wohn-, Arbeits- und Essbereich und einer Küchenzeile. Zwei große Steinkamine, massive Deckenbalken aus Eiche und die Raumhöhe von über vier Metern stammen aus dem 16. Jahrhundert. Geschickt platzierte, farblich gekennzeichnete Einbauten und Aussparungen in den Wänden sind durchdachte Ergänzungen von Studio Razavi.
Blau-grüne Rundbögen
Die Elemente unterliegen außerdem einem dominanten Thema, das sich durch das gesamte Apartment zieht: Türöffnungen, Schränke, Einbauten und selbst die Verkleidungen der Heizkörper weisen die Form von Rundbögen auf. Die Gestalter*innen kombinierten die geometrischen Details mit Farbakzenten in Blau-grün und Türkis. Diese Nuancen setzen sich in der Küche fort und gehen im Arbeitsbereich noch einen Schritt weiter. Der Schreibtisch wird mit einem Rundbogen ergänzt, der in blauer Farbe auf die Wand aufgetragen wurde und so die architektonischen Elemente zitiert.
Besinnung durch Minimalismus
Die Farbpalette des gesamten Projekts sollte dennoch überschaubar bleiben. Die Wände wurden komplett grau verputzt, erhalten dadurch eine sekundäre, zurückhaltende Rolle und setzen umso mehr die Highlights des Projekts in Szene: die kräftigen Farben sowie das dunkle Eichenholz. Die Wohnung sollte zu einem „introspektiven Raum“ werden. So definieren die Architekt*innen ihr gestalterisches Konzept, das den Wunsch des Auftraggebers nach einem Ort der Besinnung, Kontemplation und kreativen Zurückgezogenheit erfüllt.
FOTOGRAFIE Simone Bossi
Simone Bossi
| Produkte | |
| Türgriffe | Formani |
| Fliesen | Mirage |
| Armaturen | Roca |
| Heizkörper | LVI |
| Elektrische Armaturen | Schneider |
| Tischlerarbeiten | Valchromat |
| Armaturen Badezimmer | Roca |
| Beleuchtung | |
| Pendelleuchte Esszimmer | Vibia |
| Hängeleuchte Schlafzimmer | Vibia |
| Nachttischleuchten | Vibia |
| Deckenleuchte Flur und Bad | Foscarini |
| Wandleuchten Badezimmer | Vibia |
| Leuchten Wohnzimmer | Flos |
| Möbel | |
| Sofa | Muuto |
| Beistelltisch | Pianca |
| Sessel | Vitra |
| Hocker | Arper |
| Vorleger | Hay |
| Esstisch | Capdell |
| Stühle | Capdell |
| Bett | Pianca |
| Kleiderbügel | Muuto |
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