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Die Teppicharchitekten vom Niederrhein

Raumzonen schaffen mit Materialien, Mustern und Farben

Wohn- und Arbeitsformen sind nicht erst seit der Pandemie im Wandel. Das hat auch Auswirkungen auf das Interiordesign. Neben Möbeln sind es insbesondere Teppiche, die flexibel auf veränderte Raumbedürfnisse reagieren. Wie das funktioniert, zeigen die vielseitigen Kollektionen von tretford.

von Claudia Simone Hoff, 09.02.2022

Auch im Arbeitsumfeld kommt zunehmend Textiles zum Einsatz. Dabei spielen Teppiche eine wichtige Rolle, gerade in Open-Space-Räumen – ob als Bahnenware, Fliese oder abgepasster Teppich. Sie sind flexibel einsetzbar und damit ein perfektes Match zum Megatrend New Work. Zu den visuellen Vorteilen von Teppichen gesellen sich die funktionalen: Sie wirken als akustische Elemente, indem sie Schall absorbieren. Sie bringen durch Materialien, Oberflächen und Strukturen Wärme und Behaglichkeit ins Interior. Und sie strukturieren Räume, indem sie verschiedene Zonen voneinander abgrenzen. Wenig überraschend also, dass die Planung eines Innenraums inzwischen bei vielen Architekten und Interiordesignern mit der Bodengestaltung beginnt.

Farbinseln in der Bibliothek
Wie reine Verkehrsflächen in echte Aufenthaltsflächen verwandelt werden, zeigen drei Beispiele aus Brandenburg, den Niederlanden und der Schweiz. Im Fokus: Teppiche des deutschen Herstellers tretford, die allesamt am Niederrhein mit einem großen Anteil aus Kaschmir-Ziegenhaar gefertigt wurden. In Eindhoven haben KOENVANHEESWIJK Architecten die Bibliothek De Witte Dame umgebaut. Das niederländische Architekturbüro schaffte Übersichtlichkeit, Klarheit und Effizienz durch punktuell eingesetzte Farben in Form von Rauminseln, die für den Bibliotheksnutzer leicht erkennbar und auffindbar sind. Mit in dieses Konzept einbezogen wurde neben Möbeln wie Sofas, Regalen und Tischen insbesondere der Boden – in Form von farblich abgestimmten, abgepassten Teppichen der Kollektion Interart aus einer Materialkombination von Kaschmir-Ziegenwolle und Schurwolle.

Kontraste im Office
Auch das Office von EF Education First, einem Anbieter von internationalen Bildungsprogrammen, in der Zürcher Börse ist mit Teppichen von tretford ausgestattet. Um verschiedene Raumfunktionen voneinander abzugrenzen, setzten die Architekten auf eine Bodengestaltung in unterschiedlichen Materialien: Steinzeug, Holz und Teppiche. Dabei schafften sie mit der Kollektion Interlife, von der 9.500 Quadratmeter Teppichfliesen verlegt wurden, visuelle Kontraste: Den dunklen Flächen im Open Space wurden farbige Akzente in den gläsernen Besprechungskuben entgegengesetzt – in sieben unterschiedlichen Nuancen. Die in Zürich verlegten Teppichfliesen sind insbesondere für den Objektbereich geeignet, weil sie mit 70 Prozent Kaschmir-Ziegenhaar und 30 Prozent Polyamid gefertigt werden. Sie sind deshalb besonders strapazierfähig, pflegeleicht und langlebig.

Leisetreter im Kindergarten
Ob als Bahnenware, Teppichfliesen, -dielen oder abgepasste Stücke: Teppiche von tretford sind vielseitig einsetzbar, insbesondere wegen ihrer großen Farbpalette und den natürlichen Materialien, die für Wohlbefinden sorgen. Das zeigt sich auch bei einem Projekt in Brandenburg an der Havel, wo sich in einer ehemaligen Kammgarnspinnerei eine Kindertagesstätte befindet. Dort kommen Teppiche aus der Kollektion Interland als Bahnenware zum Einsatz: in Schlaf- und Ruheräumen, zur Polsterung von Podesten sowie im Personalbereich des Kindergartens. Die schalldämmende Wirkung sorgt dabei für ein wenig mehr Ruhe im hektischen Kita-Alltag, während die weiche Oberfläche Behaglichkeit ausstrahlt.

Flexible Alleskönner
Nicht nur im Objektbereich mit Bibliotheken, Hotels und Schulen spielen Flexibilität und Veränderbarkeit eine zunehmend wichtige Rolle, auch beim privaten Wohnen. „Es braucht nicht viel, um das Ambiente neu zu gestalten. Gut ist es, wenn die Option bereits im Vorfeld bei der Planung, durch die Auswahl der Produkte und Materialien, mit eingeplant wurde“, sagt Miriam Medri, die Design- und Raumkonzepte entwickelt, im Gespräch mit tretford. Wandfarben, Kleinmöbel, Leuchten, Accessoires und Textilien wie Vorhänge und Kissen sind besonders gut geeignet, einen Raum schnell und unkompliziert zu verwandeln. Ebenso wie Teppichfliesen- und Dielenkollektionen, die mit ihrem kompakten Format und der großen Farbauswahl verschiedene Raumzonen schaffen und visuell voneinander abgrenzen – so beispielsweise die praktische Teppichfliese aus der Kollektion Interland von tretford. Sie ist ohne Klebstoff lose von Wand zu Wand verlegbar und kann deshalb ruckzuck ausgetauscht werden. Praktisch auch, dass die Bahnenware des Herstellers vom Niederrhein schnittfest ist. Da sie nicht ausfranst, kann sie ebenfalls als Raumtrenner verwendet werden. Farbliche Akzente setzen die abgepassten Teppiche der Kollektion Interart mit Wollfilz- oder Leinenbordüre – im rechteckigen oder runden Format. Dem spontanen Farb- und Musterwechsel steht also nichts mehr entgegen!

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tretford

tretford ist ein hochwertiger Teppich mit Naturmaterialien für gesundes Wohnen und Arbeiten. Seit mehr als 50 Jahren stellt das Unternehmen Weseler Teppich GmbH & Co. KG den Boden mit Kaschmir-Ziegenhaar, teilweise in Handarbeit, in Wesel am Niederrhein her. Der Markenname tretford ist inzwischen zum Synonym des inhabergeführten Unternehmens geworden und steht für einen farbigen, textilen Bodenbelag mit charakteristischer Struktur in hoher Qualität.

Zum Showroom

Robuste Rippen

Interview mit dem Marketingleiter von tretford

www.baunetz-id.de

Bunte Bodenschätze

Projekt in Stockholm mit Teppichen von tretford

www.baunetz-id.de

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