Club der guten Hoffnung
Ein kreativer Raum für die Energie- und Mobilitätswende von kplus konzept in Düsseldorf
Der Club Zukunft auf dem EUREF-Campus Düsseldorf verbindet eine offene Gestaltung mit nachhaltigen Materialien. In diesen multifunktionalen Räumen für Workshops, Präsentationen und Gespräche übersetzt kplus konzept Themen wie Energie und Nachhaltigkeit in ein präzises, flexibles Design.
Der EUREF-Campus in Düsseldorf steht für die physische Umsetzung der Energie- und Mobilitätswende. Mit dem Club Zukunft haben die Stadtwerke Düsseldorf einen 500 Quadratmeter großen Kreativraum geschaffen, der diesen Anspruch auch innenarchitektonisch weiterführt. Entwickelt von kplus konzept, bietet der Raum vielseitige Nutzungsmöglichkeiten: von Workshops und Konferenzen bis hin zu informellen Begegnungen und Abendveranstaltungen. Zugleich spiegelt er die programmatische Ausrichtung des Campus wider – nicht nur im Angebot, sondern auch in der gestalterischen und materiellen Umsetzung.
Gestaltete Offenheit
Die räumliche Organisation des Clubs setzt bewusst auf Flexibilität. Statt starrer Wände strukturieren Vorhänge, Möblierungen und punktuelle Einbauten die Fläche. Im Zentrum des Grundrisses liegt eine kreisförmige Sitzlandschaft, die trotz ihrer markanten Präsenz den offenen Charakter des Raums nicht unterbricht. Sofas, Sessel und Tische schaffen Zonen für Kommunikation und Arbeit, die sich überlagern und dennoch klar lesbar bleiben. Halbtransparente grüne Vorhänge dienen als flexible Raumteiler, die weiche Grenzen ziehen. Besonders im Lounge-Bereich verdichten sich die gestalterischen Mittel: Teppich, Vorhang und eine ringförmige Leuchte definieren die Zone, ohne sie vollständig abzuschließen.
Materialien als Haltung
Die Materialwahl unterstreicht die programmatische Ausrichtung des Clubs. Sichtbeton und unbehandelte Trockenbauflächen bilden eine zurückhaltende Kulisse, die durch maßgefertigte Schreinerarbeiten und Polstermöbel in Grün- und Beigetönen ergänzt wird. Nachhaltige Materialien wie Akustikelemente aus recycelten PET-Flaschen, Vorhänge aus Recyclingstoffen und Holz aus regionaler Produktion stehen hier nicht nur für eine ästhetische Entscheidung. Die reduzierte Ausbauweise und der Verzicht auf abgehängte Decken oder verkleidete Leitungen betonen außerdem die robuste und klare Atmosphäre des Raums.
Funktionale Vielfalt
Neben offenen Zonen bietet der Club auch präzise definierte Räume. Ein verglastes Besprechungszimmer hält den Kontakt zur angrenzenden Fläche, während der große Konferenzraum mit einem langen Tisch und linearer Beleuchtung für konzentrierte Arbeit ausgelegt ist. Ergänzt werden diese Bereiche durch ein Podcast-Studio und eine Empfangsbar mit einer Lichtinstallation, die den Raum subtil zoniert. Die Kombination unterschiedlicher Dichtegrade im Raum zeigt, wie sich Arbeits- und Aufenthaltsorte harmonisch verbinden lassen.
Der Club Zukunft ist ein Innenraum, der Flexibilität und Materialbewusstsein vereint. Er dient nicht nur als Plattform für Nachhaltigkeitsthemen, sondern verkörpert diese in seiner Gestaltung und Organisation. Das macht ihn zu einem gelungenen Beispiel dafür, wie Energie- und Mobilitätswende auch räumlich umgesetzt werden können.
FOTOGRAFIE Yuta Sawamura Photography
Yuta Sawamura Photography
| Kunde: | Stadtwerke Düsseldorf |
| Ort: | Düsseldorf |
| Fertigstellung: | 2025 |
| Leistungen: | Entwurf, Planung, Bauleitung, Realisierung |
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