Raum für Ruhe
Bürogestaltung in Athen von Georgios Apostolopoulos Architects
Das griechische Architekturstudio Georgios Apostolopoulos hat sich im Athener Pangrati-Viertel ein neues Büro gestaltet. Es ist hell, minimalistisch und clean wie eine Galerie. Doch bei diesem Projekt ging es nicht nur um die Einrichtung einer praktischen Arbeitswelt, sondern auch darum, einen Ort zu schaffen, der beruhigt. Klein, aber mit viel Raum für kreatives Denken.
Das Pangrati-Viertel in Athen ist eine lebhafte Umgebung mit vielen Cafés, Restaurants, kleinen Bars und Kunstgalerien. Aber auch mit bedeutenden Sehenswürdigkeiten: Dort liegen der erste Friedhof von Athen und das panathenäische Stadion, Schauplatz der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit mit Tribünen gänzlich aus Marmor. Das neue Büro von Georgios Apostolopoulos Architects befindet sich ebenfalls in diesem Stadtviertel. Ein wenig versteckt im Souterrain eines cremefarbenen Siebzigerjahre-Hauses mit langen Eckbalkonen hat das Kreativteam sein neues Zuhause gefunden. „Der Raum sah früher völlig anders aus. Er wurde von einem Bauunternehmer als Lager genutzt und war eine ziemlich dunkle Ecke“, erzählt Georgios Apostolopoulos. „Da ich die Gegend gut kenne, war es mein Ziel, dem Raum, aber auch der Straßenfront und der Nachbarschaft neues Leben einzuhauchen.“
Offenes Konzept
Also gestaltete er ein helles, offenes Büro, das sich gut in die örtliche Gemeinschaft einfügt und bei dem Innen- und Außenbereich fließend ineinander übergehen. Die strukturierte Oberfläche an den Fassaden des Gebäudes spiegelt sich in den beigefarbenen Wänden des Interiors wider und mündet optisch in einem hellgrauen Fußboden aus Mikrozement. Um die Verbindung zur Straße und zur Nachbarschaft herzustellen, hat Apostolopoulos außerdem die vorhandenen, großen Fensteröffnungen beibehalten. Für die Fensterbänke wurde dezenter sandgestrahlter Mocca-Marmor verwendet. Nahbares und kein abgehobenes Design, das war dem Architekten wichtig.
Entspannte Atmosphäre
Sollten seine Mitarbeiter*innen Ruhe und Konzentration benötigen, so können sie einfach die Vorhänge, die wie das Interior in einem sanften Greige-Ton gehalten sind, schließen. „Die großen Fenster lassen tagsüber viel natürliches Licht herein, das sich an den leeren Wänden reflektiert und eine angenehme Atmosphäre schafft“, sagt Apostolopoulos. „Wenn die Vorhänge geschlossen sind, ist die Stimmung noch ruhiger. Es kann sein, dass wir an einem Tag Materialien und Muster wild ausbreiten und physische Modelle herstellen und am anderen Tag alles in den Lagerraum bringen, um ein Treffen mit einem wichtigen Kunden abzuhalten.“
Vielseitig nutzbar
Diese Flexibilität war dem Architekten wichtig. Sein Büro sollte nicht nur ein Designstudio sein, sondern auch ein Ort, der die Kreativität fördert: „Ich möchte Räume schaffen, die das Leben einfacher machen. Räume, in denen sich Menschen ruhig und wohl fühlen. Bei unserem neuen Büro haben wir versucht, das Wesentliche zu entwerfen, das ein Office braucht, damit es funktioniert – ein Raum ganz ohne Wirrwarr.“
Versteckter Lagerraum
So ist das Büro in zwei zentrale Bereiche gegliedert: Auf der einen Seite die Arbeitsfläche mit Schreibtischen aus hellem Sperrholz. Auf der anderen Seite ein Besprechungsraum, der an eine offene, maßgefertigte Metallküche angrenzt. Bad und Lagerräume verbergen sich hinter versteckten Türen. Der offene Grundriss des Studios fördert die kollaborative Atmosphäre, in der die verschiedenen Bereiche des Büro nahtlos ineinandergreifen können.
Georgios Apostolopoulos’ neues Studio ist dezent und Understatement pur. Es könnte genauso in anderen großen Metropolen dieser Welt stehen. „Wir mögen kein auffälliges Branding und haben nur ein kleines Logo am Fenster“, sagt Georgios Apostolopoulos. „Manche Leute sehen es nicht und klopfen einfach an die Tür, um zu fragen, was wir machen“. Mission accomplished.
FOTOGRAFIE Lorenzo Zandri Lorenzo Zandri
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