Keramikkunst in Melbourne
Fassade aus Porzellan verbessert die Luftqualität der Stadt

Partner: Fiandre
An der neuen Arden Station in Melbourne demonstriert eine imposante Porzellan-Fassade der Marke Fiandre, wie Architektur, Kunst und Hightech-Materialien heute in Dialog treten. Sie ist ein Kunstwerk, erzählt eine Geschichte – und verbessert die Luftqualität der Stadt.
Mit der Arden Station hat Melbourne 2024 nicht nur eine neue U-Bahn-Station, sondern auch eine Kunstinstallation in einem außergewöhnlichen Format erhalten. Auf mehr als 1.100 Quadratmetern erstreckt sich Australiens größte individuell bedruckte Porzellan-Fassade entlang der Ost- und Westseite des Gebäudes. Konzipiert wurde die Station von den drei Architekturbüros Rogers Stirk Harbour + Partners, Hassell Studio und WW+P Architects. Sie ist Teil eines umfangreichen Metro-Tunnel-Projekts, das die Stadt künftig vernetzen soll.
Kunstwerk mittels Keramikoberflächen
Im Zentrum der Gestaltung steht das Werk des australischen Künstlers Abdul Abdullah, das Geschichte und Gegenwart vereint. Den Hintergrund seiner Arbeit Come Together bildet ein Gemälde des australischen Malers J. S. Calder aus dem Jahr 1860, welches das Sumpfgebiet im Westen Melbournes zeigt. Zwei grafisch dargestellte Hände aus Aluminium interpretieren das Motiv neu und sollen die Willkommenskultur und Gemeinschaft der Stadt repräsentieren.
Realisiert wurde das Hintergrundmotiv mit der Design-Your-Slabs-Technologie von Fiandre. Diese ermöglicht es, Tafelformate jeglicher Größe individuell und in hoher Auflösung zu gestalten. Für das Kunstwerk wurde das Motiv auf großformatige Feinsteinzeugtafeln von je 300 mal 150 Zentimetern gedruckt und anschließend nahezu fugenlos auf der Fassade angebracht.
Technologie mit nachhaltiger Wirkung
Doch die Fassade kann mehr, als witterungsbeständige und langlebige Kunst darzustellen. Die verbauten Tafeln sind mit der patentierten Active-Surfaces®-Technologie ausgestattet und arbeiten dauerhaft sowie aktiv gegen Luftverschmutzung. Ihre Oberfläche baut Stickoxide (NOₓ) und VOCs ab, wirkt antimikrobiell, neutralisiert Gerüche und reinigt sich selbst bei Regen. Die Fassade an der Arden Station soll laut Berechnungen in Zukunft jährlich 6,5 Kilogramm NOₓ neutralisieren – das entspricht der Reinigungsleistung einer rund 9.600 Quadratmeter großen Grünfläche. Zudem haben die Keramiktafeln folgende Zertifizierungen: Cradle to Cradle Certified® Silver, GREENGUARD Gold-zertifiziert und LEED.
Zukunftsfähige Gestaltung
Für Federica Minozzi, CEO der Iris Ceramica Group, symbolisiert die Arden Station eine neue Architekturhaltung, in der Kunst, Technologie und Umweltschutz nahtlos zusammenwirken. Die Keramikfassade ist dabei mehr als ein ästhetisches Designstatement – sie bewahrt das kulturelle Erbe, vermittelt Inhalte und leistet gleichzeitig einen aktiven Beitrag für ein besseres Stadtklima.
FOTOGRAFIE Joanne Ly Joanne Ly
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