Out of the Blu(e)
Interiordesign von KIDZ Studio für eine Pizzeria in Abu Dhabi
KIDZ Studio hat für ein Restaurant in Abu Dhabi ein Interior geschaffen, das Coolness mit Behaglichkeit verbindet. Materialien wie Beton, Glas und Edelstahl treffen auf Holz, Leder und Keramik. Ein maßgefertigter Servicetresen mit Pizzaöfen bildet das gestalterische Zentrum der offenen Fläche.
In den Vereinigten Arabischen Emiraten haben durchgestylte Interiorprojekte Hochkonjunktur. Das gilt vor allem für den Hospitality-Bereich mit Hotels, Bars und Restaurants. Von der Einrichtung über die Verpackung bis zum Grafikdesign ist dort meist alles aus einem Guss gestaltet, auch wenn dies für europäische Augen zuweilen ein wenig kühl wirken mag. Das hängt auch damit zusammen, dass in den Emiraten kaum historische Bestandsgebäude vorhanden sind, auf deren charmanten architektonischen Details Gestalter*innen aufbauen könnten. Deshalb herrscht eine Art internationaler „Corporate Style“ vor, der sich äußerst gut auf Franchise-Hospitality-Projekte übertragen lässt.
Sand und Wasser
Für die Restaurantkette Blu Pizzeria hat das in Amsterdam ansässige KIDZ Studio bereits verschiedene Dependancen geschaffen, unter anderem im saudischen Riad und in Abu Dhabi. Das Restaurant in den Emiraten liegt direkt am Strand der Halbinsel Saadiyat – unweit des Cultural District mit Museen wie dem Louvre Abu Dhabi. Diese exponierte Lage diente als Leitbild für das Interior design, das einen Dialog zwischen Wasser und Sand schaffen sollte, so die Architekt*innen. Dabei kreist die zentrale Gestaltungsidee um den markanten Farbton des türkisblauen Meers, der sich im Innenraumin Form von Glasbausteinen wiederfindet und mit Sandtönen kombiniert wird, wie sie charakteristisch sind für die Umgebung.
Bühne frei
Das Restaurant verfügt über verschiedene Sitzbereiche und eine zentrale Servicezone mit Bartresen und gekachelten Pizzaöfen, die auf einer Fläche von 338 Quadratmetern untergebracht sind. Die Gestalter*innen spielen mit eingeschobenen Elementen, die den Raum zonieren und in ihrer Dreidimensionalität einen Eindruck von Bewegung hervorrufen. Dazu gehören Rundbögen, geschwungene, nicht ganz raumhohe Wände sowie Vorsprünge. Im Zusammenspiel mit dicken Samtvorhängen dienen sie als bühnenhafter Hintergrund für den Service- und Gastbereich.
Architektonische Präsenz
Im Mittelpunkt des Floating Space steht eine maßgefertigte Bar, die auch als Sitzgelegenheit dient. Dabei bilden die hohen Hocker aus Holz einen schönen Kontrast zum Tresen, der aus Edelstahl gefertigt wurde. Dazu gesellen sich die zwei runden Pizzaöfen, die mit dunkelroten Fliesen gekachelt sind und sich dem Farbton von Decken und Wänden angleichen. Ein besonderes gestalterisches Element sind die gebogenen Glasbausteinwände, die ein dynamisches, fließendes Raumgefühl erzeugen und gleichzeitig eine starke architektonische Präsenz aufweisen. Für die Vorder-, Rück- und Seitenwände, die einen durchgehenden Halbkreis bilden, wurden verschiedene Gipsarten verwendet. Mit ihrem einheitlichen Grau- und Beigeton erinnern sie an Sand und Dünen.
FOTOGRAFIE Oculis Project Oculis Project
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