Zwischen schrägen Stützen
Bürowände als Notizblock: PLY atelier hat in Hamburg ein Büro gestaltet.
Partner: planmöbel
PLY atelier hat für das Hamburger Startup der Otto-Group, Collins, ein Büro gestaltet. Die Ausgangslage war eine Herausforderung: Für das Büro des E-Commerce-Unternehmens musste PLY ein Konzept finden, das drei Gebäudeabschnitte unterschiedlicher Bauart und unterschiedlichen Alters miteinander in Einklang bringt.
Der historische Altbestand hat eine Klinkerfassade, der neuere Teil des Gebäudes mit diagonalen Betonstützen im Inneren einen industriellen Charakter. Decke und Pfeiler haben die Planer unverkleidet gelassen und den Rohbaucharakter als Gestaltungsmittel genutzt.
Die Architekten strukturieren den Raum, indem die Mitarbeiter an höhenverstellbaren Work-Benches des Herstellers planmöbel arbeiten (unit-Benchanlagen) und sind hier stilbildendes Mittel. Hier lenkt nichts von der Arbeit ab. Allein über den Tischen hängen als Blickfang die Leuchten K 831 PLY: die Reedition einer Industrieleuchte, die das Studio unter dem Namen Midgard selbst herstellt.
PLY nimmt das industrielle Flair der Räume in die Gestaltung auf und kombiniert die sandgestrahlten Betonoberflächen mit Vintage-Leuchten, einem groben grauen Teppich und Hölzern. Kabel und Rohre sind nicht verputzt, die auffälligen schwarzen Gira Studio Lichtschalter fügen sich hier stimmig ein. Das Interior ist in Schwarz, Weiß und Holz gehalten.
Es gibt Nischen, kleine Gärten mit Eames-Schaukeln, Telefonzellen, Besprechungsräumen sowie eine Küche und Cafeteria als Rückzugsräume. Damit kein Geistesblitz verloren geht, sind einige der Wände magnetische Whiteboards oder mit Tafellack behandelt – für analoge Notizen der Mitarbeiter des E-Commerce-Unternehmens.
FOTOGRAFIE Julia Maria Max
Julia Maria Max
Mehr Projekte
Das Café als Blaupause
Büro Pankrath baut den Quadriga Campus in Berlin im Bestand um
Räume mit Haltung
Veranstaltungszentrum der Münchner Aids-Hilfe von INPULS
Ade Palais
Zirkuläre Arbeitsgarage von Caramel ArchitektInnen in Wien
Mehr als eine Hülle
Wie Dan Vakhrameyev die klassische Flugzeughalle neu definiert
Farbrausch im Engadin
Künstlerresidenz in Maloja von Kueng Caputo
Konkurrenz fürs Homeoffice
Das neue Büro von Studio McW in London
Schimmerndes Gewand
HENN gestaltet Büroräume für BestSecret in München
Räume wie gedruckt
Risotto HQ von Gabriella Marcella in Glasgow
Pause im Palmenhof
Ein Tropicália-Workplace von Tabitha Isobel und Studio Multi in London
Arbeitsplatz auf Zeit
Züricher Co-Working-Space von HSB Architekten für FlexOffice
Flurfunk war gestern
Umbau einer Firmenzentrale in Berlin von brandherm + krumrey
Stadt der Advocati
Erweiterung einer Anwaltskanzlei in Münster von studio eto
Lernen im Holzhybridbau
Bildungshaus NeckarPark von Glück + Partner in Stuttgart
Zwischen Atmosphäre und Funktion
Büroräume für eine Social-Media-Agentur in Berlin von RHO
Im Geist der Sechziger
Ortsspezifischer Büroumbau von Christopher Sitzler und Gizzem Cinar in Hamburg
Offen für Neues
Agiles Arbeitsumfeld im Continental-Headquarter in Hannover
Bunte Begegnungen
Shared Spaces im Bürobau M40 von Kinzo in Berlin
High Heels im Hochhaus
Aeyde-Headquarter in Berlin von Gonzalez Haase AAS
Yellow Submarine im Gewerbegebiet
Bürobau für Agrosemillas von Impepinable Studio in Spanien
Grüne Achse
Dschungel-Flur von Beyond Space in der Schweiz
Im Geist der Vergangenheit
Neugestaltung einer Bürofläche in Tokio von Symbolplus
Roter Riese
In Odense wurde das größte Holzbürohaus Dänemarks bezogen
Neue Welt in altem Gewand
Blomus Headquarter in Sundern
Kulturaffine Büro-WG
Neues Office von Kinzo und Karsten Jahnke in Hamburg
Flurfunk und Fernsehturmblick
Tech-Büro im Haupttelegrafenamt Berlin von de Winder
Raum mit Reserven
Umbau von YONT Studio für das Musiklabel Seven in Berlin
Flexible Arbeitslandschaft am Hafen
Umbau der Maersk-Zentrale in Rotterdam
Schlichte Bühne für starke Bilder
Fotostudio-Interieur von Sapid Studio in Genf
Umbau mit Gütesiegel
Neue Arbeitswelt für den TÜV-Verband in Berlin
Vertikal verbunden
Neues Headquarter der Publicis Groupe in Shanghai von Ippolito Fleitz