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Grünes Licht für Mensch und Umwelt

Der Leuchtenhersteller TRILUX verfolgt vielfältige Nachhaltigkeitsziele

Für TRILUX gehört klima- und ressourcenschonendes Handeln zum unternehmerischen Selbstverständnis. Der Arnsberger Leuchtenhersteller liefert immer wieder innovative Ansätze für Produkte, Projekte und Forschung.

von Kathrin Spohr, 29.05.2024

Nachhaltigkeit zählt zu den wichtigsten Themen des 21. Jahrhunderts. Möglichkeiten, klima- und ressourcenschonend zu agieren, sind so vielseitig wie komplex. Starke Konzepte abseits von trendgesteuerten Antworten sind in allen Bereichen gefragt. Dass ein tiefgreifendes Verständnis von Nachhaltigkeit eine klare Haltung und langfristige Handlungseffektivität fördern kann, zeigt TRILUX. Dem Leuchtenhersteller gelingt es immer wieder, Nachhaltigkeit in verschiedensten Facetten zu betrachten und umzusetzen.

Im Beleuchtungsmarkt stehen vor allem Aspekte wie Energie- und Materialeffizienz, Klimaschutz, Biodiversität, Recycling oder Kreislaufwirtschaft auf der Agenda. Für den sauerländischen Hersteller TRILUX kein Neuland. Ökologische Verantwortung und faires Wirtschaften gelten dort seit der Gründung im Jahr 1912 als unverhandelbare Werte. Dabei baut das mittelständische, heute mit weltweit mehr als 4.000 Mitarbeiter*innen agierende Unternehmen seit jeher auf dasselbe, zeitlose Ziel: Es geht immer darum, das Licht für Mensch und Umwelt stetig zu verbessern.

Verschiedene Ansatzpunkte
Mit einer ausgeprägten Innovationskultur setzt TRILUX nicht nur Maßstäbe hinsichtlich Effizienz, Qualität und Technologien in der Beleuchtungsindustrie. Der Hersteller ist auch ein Pionier der LED-Transformation. „Eigenständig in Sachen Nachhaltigkeit vorangehen und andere Unternehmen bei der Transformation unterstützen“ – so lauten gleich zwei zentrale Säulen seiner Nachhaltigkeitsstrategie. Im Sinne des Umwelt- und Ressourcenschutzes ermittelt der Hersteller fortlaufend Reduktionspotenziale in all seinen Kernbereichen und widmet sich sogleich der Umsetzung.

Breit gefächert sind die Ansatzpunkte: 2022 beispielsweise startete am Hauptsitz in Arnsberg das eigene Transformationskonzept zur Energieeinsparung. Dabei wurde die Außenbeleuchtungsanlage rund um das dortige Werk aufgerüstet und mit Lichtmanagement ausgestattet. Energieeinsparungen bis zu 64 Prozent jährlich sind so möglich. Eine weitere Maßnahme ist das Papierrecycling in den Waschräumen. Hier wird das Müllaufkommen mit knapp 14 Tonnen eingespartem Papier pro Jahr signifikant reduziert. Außerdem steht heute bereits fest: Ab 2025 werden alle Produktionsstandorte in Deutschland klimaneutral in Scope 1 und 2 (direkte und indirekte Emissionen) sein. Um den eigenen Status quo in Sachen Nachhaltigkeitsleistung stets einordnen zu können, nimmt TRILUX an verschiedensten Bewertungen teil: etwa bei „EcoVadis“, dem weltweit größten Anbieter von Nachhaltigkeitsbewertungen. Gold-Status besitzt TRILUX bereits beim „Climate Readiness Check“, Silber-Status beim „Sustainability Scorecard“.

Spannende Kooperationen
TRILUX baut auf starke Partner und Netzwerke. Vielversprechend stellt sich ganz aktuell die Kooperation mit Urban Beta dar: Das Berliner Start-up hat mit BetaPort ein innovatives Baukastensystem für zirkuläre Holzmodule konzipiert, mit denen sich bis zu dreistöckige Gebäude errichten lassen, inklusive aller erforderlichen Anschlüsse und Leitungen. Im 100 Quadratmeter großen Erweiterungsbau der International School Leipzig (LIS) findet BetaPort seine erste Umsetzung. Passend zur umweltfreundlichen Gebäudehülle hat TRILUX dort ein intelligentes und nachhaltiges Beleuchtungskonzept entwickelt, in dessen Zentrum die Leuchte So-Tube LED steht. Durch ihre hohe Flexibilität hinsichtlich Lichttechnik, Bemaßung und Montage ist sie der perfekte Allrounder für hochwertiges Licht in den Holzbauten. Dabei harmoniert das ikonisch röhrenförmige Industriedesign mit dem Charme der Holzarchitektur. Weiterer Pluspunkt des Beleuchtungskonzepts: Falls das Gebäude wieder abgebaut wird, können auch die Leuchten analog zu den Holzmodulen weiterverwendet und in neuen Projekten eingesetzt werden.

Zirkuläre Beleuchtungskonzepte
Nicht immer muss alles neu sein. Wie sich durch die Modernisierung von Leuchten 17 Tonnen CO2 im Vergleich zum Neukauf einsparen lassen, zeigt das Sanierungsprojekt des schwedischen Bau- und Entwicklungsunternehmens Skanska, das einen Firmenstandort verlegte. 650 Meter des Lichtkanals LC60 von TRILUX haben hier den Umzug mitgemacht. Um Abfall zu vermeiden und die vorhandenen Ressourcen optimal zu nutzen, bot der Hersteller einen intelligenten Rücknahmeprozess. Die linearen Leuchten wurden zerlegt und alle alten, recycelbaren Materialien wiederverwertet: Gehäuse, Klemmblöcke, Abschlusskappen und Drahtaufhängungen. Anschließend wurden die instand gesetzten Produkte speziell an die Anforderungen des neuen Standorts angepasst, mit maßgeschneiderten, hocheffizienten LEDs und Treibern aktualisiert und wieder im Projekt eingesetzt.

Unterstützung anderer Unternehmen
Bezeichnend für die Haltung von TRILUX ist der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus: So hilft das Unternehmen auch seinen Auftraggeber*innen, die Energiebilanz zu verbessern, gesetzliche Vorgaben zu erfüllen und die angestrebten Optimierungen zu erreichen. Geht es etwa um nationale oder internationale Bewertungen und Zertifizierungen für ökologische und soziokulturelle Aspekte der Gebäudenachhaltigkeit, so bietet TRILUX individuelle Lösungen innerhalb des Gesamtkonzepts an.

Der neue Logistikstandort Henstedt-Ulzburg des Handelsunternehmens Rewe ist ein gutes Beispiel dafür. Insgesamt kommen in dem Projekt 20 Kilometer des Lichtbands E-Line Next LED zum Einsatz: Dank seines modularen Aufbaus lassen sich zentrale Komponenten einfach austauschen, darüber hinaus können 80 Prozent der Bauteile und Rohstoffe recycelt werden. Auch die Verpackung punktet mit mehr als 80 Prozent Materialreduktion und gänzlichem Verzicht auf Styropor. Für weitere Energieeinsparungen wurden die hocheffizienten Leuchten vernetzt und mit Sensoriken zur Anwesenheitserfassung ausgestattet. Auf diese Weise hat die Beleuchtung dazu beigetragen, dass Rewe die angestrebte DGNB Zertifizierung erreicht hat – sogar in Gold.

Neue energieeffiziente Leuchten-Typen
Zur Nachhaltigkeit bei TRILUX gehört auch die Mitwirkung an Forschungsprojekten. In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderten Projekt SUMATRA (Sustainable materials in future luminaire designs – from recycling back to application) etwa suchte TRILUX zusammen mit weiteren Partnern wie dem Fraunhofer-Institut oder Kardoff Ingenieure Lichtplanung nach Möglichkeiten, die Ökobilanz von Leuchten nochmals zu verbessern. Dabei wurde der Produktlebenszyklus einer Leuchte genauestens betrachtet – von der Gewinnung der Ressourcen bis zum Recycling der Rohstoffe. Das Ergebnis: Nicht die Herstellung einer Leuchte verursacht die meisten Treibhausgasemissionen, sondern ihre Nutzungsphase (97 Prozent). Das unterstreicht nochmals, wie wichtig Energieeffizienz ist. „Wir lassen die Erkenntnisse direkt in die Entwicklung neuer Leuchten einfließen“, freut sich Dr. Sebastian Knoche, Teamleiter Forschung Lichttechnik bei TRILUX, der das SUMATRA-Projekt geleitet hat.

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